Wolfram Günther
Nachhaltig sind genau die Verknüpfungen, dass man ökonomische, ökologische und soziale Faktoren zusammenbringt. Ich glaube, der ökonomische Faktor erschließt sich hierbei relativ schnell: Es geht nach einer Krise, die auch Unternehmen teilweise stark getroffen hat, tatsächlich darum, Aufträge auszulösen, also in der freien Wirtschaft auch ökonomisch zu helfen. Es ist aber wichtig, das Ganze noch mit dem Mehrwert zu versehen, sodass wir einen Hebel haben, weil wir eben keine Vollfinanzierung haben. Das heißt, dass dadurch noch ein viel größerer Beitrag in der freien Wirtschaft ausgelöst wird. Gerade durch die Inanspruchnahme von regionaler Wertschöpfung, also von Dingen, mit denen im Land langfristig etwas erreicht werden kann, sozusagen volkswirtschaftlicher Mehrwert, zahlt es sich aus. Dann der Aspekt dieser engen Verknüpfung. Es muss auch in den Krisen – egal, ob es den Klimaschutz betrifft, die Klimafolgenbewältigung oder die Artenvielfalt – einen Beitrag leisten. Wir wissen, dass, je länger man solche Themen aufschiebt, sie meist mit Zins und Zinseszins viel teurer zu Buche zuschlagen. Das heißt: Jede Lösung in diesem Bereich bewahrt uns vor finanziellen Folgekosten. Das ist auch ein ökonomischer Mehrwert, und auch der ökologische Mehrwert ist ganz stark drin, also alles, was zum Klimaschutz und zur Artenvielfalt gehört. Zum sozialen Aspekt: Es sind Investitionen, die direkt bei uns in der Fläche stattfinden und Arbeitsplätze schaffen. Auch die soziale Dimension bei der Bewältigung all dieser Krisen ist zu betrachten. Wir haben jetzt zwei Tage darüber diskutiert, was das auch mit uns Menschen macht, wenn wir in der Klimakrise stecken; auch was die Energiewende als ein Beitrag zur Klimakrise anbelangt. Deshalb auch die soziale Dimension. Deshalb geht es bei dieser MehrwertInitiative um Nachhaltigkeit. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Die AfD hat keine Fragen mehr angemeldet. Dann bitte für die Fraktion DIE LINKE Frau Kollegin Mertsching; bitte schön.
