Sabine Friedel
Vielen Dank, Herr Präsident. Frau Tändler-Walenta hat drei Fragen gestellt. Sie hat zwar deutlich gemacht, dass sie die Antwort heute gar nicht erwartet, aber wir können sie eigentlich geben, zumindest vorläufig. Dann wollen wir es auch versuchen und können uns gern in einem Jahr wieder sprechen. Sie haben erstens gefragt: Soll denn jemandem etwas weggenommen werden? – Nein. Ich glaube, das haben alle drei Redebeiträge deutlich gemacht, sowohl der von Herrn Gasse als auch der von Frau Melcher und der von mir. Wir haben deutlich gesagt: Uns geht es darum, zusätzliche Ressourcen an besonders herausgeforderte Standorte zu bringen. Insofern ist die klare Antwort: Nein. Dann war die zweite absolut folgerichtige Frage von Ihnen: Sind denn überhaupt zusätzliche Ressourcen da? Darauf lautet die Antwort: ja. Schauen Sie einmal in den Doppelhaushalt. Den haben wir beschlossen, und dort sind diese zusätzlichen Ressourcen ab dem Jahr 2022 vorgesehen. Ich glaube, wir haben alle ein großes Interesse daran, dass solche zusätzlichen Ressourcen auch mit dem Doppelhaushalt 2023/2024 wieder vorgesehen und weiter fortgeführt werden können. Aber das, was wir jetzt erst einmal tun konnten, den aktuellen Doppelhaushalt mit zusätzlichen Ressourcen zu versehen, haben wir getan. Insofern sind wir sehr guten Gewissens. Sind wir uns drittens sicher, dass wir alle das Gleiche wollen? Ja, so sicher man sich eben sein kann. Ich bin mir relativ sicher, dass wir in diesem Bereich das Gleiche wollen. Und trotz alledem wird es vielleicht irgendwann dazu kommen, dass Sie einen Antrag von uns ablehnen oder wir einen von Ihnen, vielleicht auch aus anderen Gründen. (Heiterkeit und Zurufe der Abg. Marika Tändler-Walenta und Luise Neuhaus-Wartenberg, DIE LINKE) Aber ich denke, grundsätzlich laufen wir da in die gleiche Richtung. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD, der CDU, den LINKEN und vereinzelt bei den BÜNDNISGRÜNEN)
