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Prof. Dr. Roland Wöller

24.06.2021 Sitzungen 7/33

Vielen Dank, Frau Abgeordnete. Fragen über Fragen – ich möchte mit der letzten beginnen, mit der Frage nach der Erhebung. Das ist mir nicht bekannt, aber wir werden das zum Anlass nehmen nachzufragen. Lassen Sie mich Folgendes sagen: Nicht nur die freiwilligen Feuerwehren, sondern auch der Verband auf Landesebene – der Landesfeuerwehrverband – leisten eine hervorragende Kinder- und Jugendarbeit. Dass sie hervorragend ist, zeigt sich allein schon an dieser Stelle: Wir stehen in demografischer Hinsicht ja vor etwas größeren Herausforderungen als der Westen. Trotz des allgemeinen Bevölkerungsrückgangs ist es gelungen, dass die Zahlen bei den Kinder- und Jugendfeuerwehren gestiegen sind. Sie sind in der Vergangenheit stark gestiegen, und das ist ein Zeichen dafür, dass die Kameradinnen und Kameraden vor Ort, aber auch die sie unterstützenden Kommunen, Städte und Gemeinden eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Dafür bin ich sehr dankbar, denn das ist ein ganz wesentlicher Beitrag für den freiwillig organisierten Brandschutz. Zu den Fragen der finanziellen Förderung der Jugendarbeit: Die finanzielle Förderung der Jugendarbeit ist fester Bestandteil der finanziellen Zuwendungen des Freistaates Sachsen an die freiwilligen Feuerwehren. Wir haben beispielsweise in der Schule – Kollege Piwarz weiß das – den Schulsanitätsdienst. Er öffnet Möglichkeiten, durch die entsprechenden Module des Katastrophenschutzes gerade junge Leute für diese Arbeit zu begeistern und zu gewinnen. Wir haben die Feuerwehrpauschale 2015 bei der Jugendfeuerwehr – 20 Euro pro Jugendfeuerwehrmann oder Jugendfeuerwehrfrau – im Jahr 2018 eingeführt. Diese haben wir auf die aktiven Angehörigen übertragen: Es gibt 50 Euro für die Aktiven bei der freiwilligen Feuerwehr, und ich glaube, das ist ein ganz entscheidendes Signal der finanziellen Unterstützung. Besonders freue ich mich, dass es uns gemeinsam gelungen ist, die Verfügung über dieses Geld vor Ort zu belassen. Flankiert wird diese Förderung durch unsere Kampagne „Du bist unsere Rettung“. Sie wird in diesem Jahr die zweite Auflage erfahren und hoffentlich genau in den Zeitraum der Öffnung hineinreichen – nämlich, wenn das Leben wieder losgehen kann –, und genau dafür müssen wir junge Leute begeistern und für die freiwillige Feuerwehr, die Rettungsberufe und für das Rettungsengagement gewinnen. Wir haben zahlreiche Möglichkeiten wie Tage der offenen Tür und Blaulichttage, an denen nicht nur informiert, sondern auch gezeigt wird, welche Spektren vorhanden sind. So können wir an junge Leute gezielt herantreten. Lassen Sie mich abschließend sagen: Geld, Werbekampagnen – das alles ist wichtig. Aber es gibt einen ganz entscheidenden Beitrag zur Nachwuchsgewinnung: Das sind die Ausrüstung und das Gerät. Die Fahrzeuge entfalten eine besondere Anziehungswirkung. Wir haben deswegen sehr viel Geld ausgegeben. Wie Sie wissen, werden wir insgesamt 200 Millionen Euro für die erhöhte Investitionsförderung ausgeben. Ich war mit dem Ministerpräsidenten in seinem Heimatkreis unterwegs, in Friedersdorf, einem Ortsteil von Markersdorf. Wir haben ein neues Löschfahrzeug und technisches Einsatzfahrzeug für 350 000 Euro ausgeliefert. Das stand auf dem Hof und die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden haben – – Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Bitte an die drei Minuten denken!

Protokoll ↗