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Alexander Dierks

CDU 21.05.2021 Sitzungen 7/31

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich bin sehr dankbar, dass wir heute diese Debatte über die Möglichkeiten von jungen Menschen im Sommer 2021 führen. Ich will gleich zu Beginn meines Redebeitrages dem Eindruck entgegenwirken, der in der gesamten Corona-Zeit teilweise erweckt wurde, dass wir jetzt erst beginnen würden, junge Menschen in den Blick zu nehmen. Wir haben während der gesamten Dauer der Corona-Politik versucht, unter den teils schwierigen Bedingungen von Infektionsschutz, von Infektionsverhütung und der Bekämpfung dieser Pandemie Angebote für junge Menschen so gut es geht – Kathleen hat gerade darauf hingewiesen – zu ermöglichen, auch mit viel Kreativität, mit viel gegenseitiger Nachsicht und mit Pragmatismus dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche die Angebote vorfinden, die sie in dieser natürlich auch für sie selbst krisenhaften Situation gebraucht haben. (Vereinzelt Beifall bei der CDU) Jetzt zeigen erste Studien, dass auf der einen Seite diese Pandemie gerade auch Kindern und Jugendlichen psychisch viel abverlangt hat, dass ein Drittel der Kinder und Jugendlichen sagt, dass diese Pandemie sie psychisch belastet, dass die gesundheitliche Lebensqualität im Zuge der Pandemie abgenommen hat. Eine weitere Zahl ist aus meiner Sicht auch interessant: 61 % der Jugendlichen sagen, sie haben die Maßnahmen für richtig gehalten. Das zeigt, dass die ganzen Unkenrufe, die man zum Teil in der öffentlichen Debatte wahrgenommen hat, nämlich dass Kinder und Jugendliche – das ist so der Klassiker seit mehreren Tausend Jahren: die Jugend von heute – Pandemietreiber gewesen seien, dass Kinder und Jugendliche undiszipliniert gewesen seien in dieser Situation, nicht der Realität entsprechen. Diese Zahl zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist. Wir haben und wir mussten Kindern und Jugendlichen auch in dieser Pandemie viel abverlangen, aber die überwiegende Mehrheit der Kinder und Jugendlichen hat diese Situation gut gemeistert. Die meisten Familien haben die Situation gut gemeistert und auch die Kinder und Jugendlichen – das ist richtig, (Zuruf von der AfD: Falsch!) – wir können gern darüber diskutieren – haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass wir diese Situation gut bewältigen konnten und auch weiterhin gut bewältigen werden. (Beifall bei der CDU und vereinzelt bei der SPD) Es ist deshalb jetzt umso wichtiger, dass wir die optimistische Perspektive, über die wir in den letzten Tagen schon mehrfach gesprochen haben, einmal ganz gezielt auf die Kinder und Jugendlichen projizieren, dass wir uns die Frage stellen, was wir als politische Verantwortungsträger gemeinsam mit den Trägern der öffentlichen, vor allen Dingen auch den Trägern der freien Jugendhilfe leisten können, damit Kinder – das ist auch ein Befund von Befragungen – sich nicht nur als Schüler betrachten – das ist ganz augenfällig ein wichtiges Feld –, sondern dass Kinder und Jugendliche jetzt im Sommer auch die Möglichkeit haben, die Dinge zu tun, die sie tun wollen, die Dinge zu tun, auf die sie in den letzten Wochen und Monaten so schmerzlich verzichten mussten. Deshalb freue ich mich, dass es uns im Rahmen der Haushaltsverhandlungen auf der einen Seite gelungen ist, das, was wir landespolitisch tun können, nämlich die Mittel für Kinder- und Jugenderholung, die Mittel für Familienerholungsmaßnahmen, nicht zuletzt die Mittel für die Jugendübernachtungsstätten, dabei ganz besonders erwähnt die Kieze, noch einmal deutlich zu verstärken, (Beifall bei der CDU) dass wir das Ganze aber auch vernetzen, was auf Bundesebene getan wird. Denn auch da sollen auf der einen Seite die schulischen Defizite in den Blick genommen werden, auf der anderen Seite aber auch ganz deutlich die Möglichkeiten von Kindern, Jugendlichen und Familien, Urlaub machen zu können, Freizeitangebote wahrnehmen zu können und vor allen Dingen auch das zu vernetzen, was wir auf Landesebene tun. Deshalb bin ich für die Initiative der BÜNDNISGRÜNEN, für die Initiative von Kathleen Kuhfuß sehr dankbar und freue mich, dass wir dabei auch im Sozialministerium meines Erachtens einen sehr guten Partner haben, dass wir schon seit Wochen darüber nachdenken, wie wir gemeinsam mit den Trägern die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Kinder- und Jugenderholung im Sommer möglich wird, dass wir jetzt auch mit Blick auf die Vorbereitung schon eine Perspektive dafür schaffen, dass es im Sommer möglich sein wird und dass wir dann gemeinsam im Rückblick auf den Sommer sagen: Die Belastungen der letzten anderthalb Jahre waren schwierig. Aber wir haben alles Menschenmögliche dafür getan und es auch gemeinsam geschafft, dass die Familien im Freistaat Sachsen, nicht zuletzt auch diejenigen, die unter schwierigen sozialen Voraussetzungen in dieser Pandemie gelebt haben und leben mussten, gut durch den Sommer gekommen sind. Wir haben die Möglichkeiten dafür gestärkt und gute Angebote für die Kinder und Jugendlichen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank. (Beifall bei der CDU und der SPD)

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