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Thomas Prantl

AfD 21.05.2021 Sitzungen 7/31

Es kann anstelle des teuren BioHähnchens der teure Bio-Tofu sein, Frau Kliese. Ich weiß nicht, was Ihre Frage mit meinen Ausführungen zu tun hat. Das ändert null Komma nichts an der von mir geschilderten Einkommenssituation der Deutschen. Obwohl viele Verbraucher durchaus faire Preise für mehr Tierwohl und damit auch für mehr Erzeugerwohl zahlen würden, können sie es schlicht nicht. (Zuruf der Abg. Susanne Schaper, DIE LINKE) Die wohlsituierte Lifestyle-LINKE hier im Landtag plappert irgendetwas Blauäugiges mit Erziehung zur Menschlichkeit. (Vereinzelt Beifall bei der AfD) Lassen Sie den Menschen doch einfach mehr Geld im Portemonnaie, dann läuft das ganz von selbst, ohne Ihre substanzlose Besserwisserei aus Ihren politischen Parallelwelten. (Beifall bei der AfD) Sind Ihnen die Auswirkungen Ihrer sogenannten Klimarettungspolitik klar? Herr Günther ist auch schon wieder nicht da. Ihn wollte ich gerade fragen, ob ihm die Auswirkungen seiner Klimarettungspolitik auf die Produktionskosten der Tierhalter eigentlich klar sind. Rot-grüne Politik ist auch in der Landwirtschaft ein Produktionskostentreiber zulasten des Tierwohls, des Landwirtes und der Verbraucher. Uns ist das klar, Ihnen offensichtlich nicht. Ihre Politik ist es, die Betriebe und Verbraucher sinnlos unter Druck setzt und zu knallharter Effizienz und Einsparungen zwingt. Das sind die Fakten. Zu den Haustieren hatten wir uns schon ausführlich ausgelassen. Ich gehe darauf jetzt nicht noch einmal im Einzelnen ein, außer darauf, dass die Tierheime natürlich zu Recht befürchten, dass sich die Lage wieder anspannt; (Zuruf der Abg. Susanne Schaper, DIE LINKE) gerade wirtschaftlich, wenn Tausende Hunde und Katzen wieder bei ihnen stranden. Feste Personalkosten in Tierheimen haben wir auf der einen Seite, einen Rückgang der Spenden auf der anderen Seite, unter anderem wegen Ihrer Stilllegung der Arbeitswelt. Das trägt dazu bei, dass viele Tierheime am Limit sind. Wie können wir also helfen? Haben wir eine Idee? Wir als AfD-Fraktion haben vorgestern beantragt, dass sich der Freistaat Sachsen an den Personalkosten von Tierheimen endlich stärker beteiligt. (Zuruf der Abg. Lucie Hammecke, BÜNDNISGRÜNE) Wir als AfD haben von allen Fraktionen das meiste Geld und den größten Vorteil für Tierheime vorgesehen. Sie haben das erst vorgestern abgelehnt. Sie kommen heute, zwei Tage später, treuherzig mit einer Tierwohl-Debatte um die Ecke. Sie haben den besten Antrag für Tierheime gemeinsam verhindert. Heute debattieren Sie einmal rührselig und einmal mit erhobenem Zeigefinger über das Tierwohl. Leute, scheinheiliger und unredlicher geht es wirklich nicht mehr. (Beifall bei der AfD) Sie haben auch Anträge zur Förderung von Tierheimen eingebracht. Wir als AfD-Fraktion haben beiden Anträgen zugestimmt, weil wir Demokraten sind, denen es um das Tierwohl geht. (Beifall bei der AfD – Zurufe: Ja?) So geht Sachpolitik hier im Sächsischen Landtag! Machen Sie sich das alle gemeinsam endlich auch zum Maßstab Ihres Handelns und Abstimmungsverhaltens. Das Eingangszitat von Albert Schweitzer, damit schließe ich diesen Redebeitrag ab, lautet: Es ist besser hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer Acht lässt. Vielen Dank. (Beifall bei AfD – Zurufe aus der AfD: Ja!)

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