Dr. Rolf Weigand
Vielen Dank. Meine Damen und Herren! Der herkunftssprachliche Unterricht wurde einmal eingeführt für Kinder von Eltern, die hier als Arbeitskräfte angeworben wurden, um sie in der Heimatsprache zu unterrichten, sie für die Rückreise vorzubereiten und das Recht auf Bildung aufrechtzuerhalten. Genau auf diesen Ursprung wollen wir den herkunftssprachlichen Unterricht wieder zurückführen, genau für die Kinder, die hier keine Bleibeperspektive haben, um sie in der Heimatsprache zu unterrichten. Für alle anderen, die hier leben, zum Beispiel aus Portugal, Spanien etc., die gerne in ihrer Heimatsprache Unterricht erleben wollen, sehen wir das GTA-Angebot, das ausgebaut werden müsste, um Angebote zu schaffen. Dafür brauchen wir keinen besonderen herkunftssprachlichen Unterricht, wenn man sich das deutschlandweit anschaut. Es gibt zwölf Bundesländer, die das anbieten. Thüringen und Sachsen-Anhalt bieten gar nichts an. Die anderen Bundesländer bieten es beispielsweise über die Konsulate an. Wir sehen hier ein deutliches Einsparungspotenzial von 1 Million Euro im Jahr und bitten um Ihre Zustimmung. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Jawohl, vielen Dank. Gibt es hierzu Redebedarf seitens der anderen Fraktionen? – Das sehe ich nicht. Dann stimmen wir über den Änderungsantrag der AfD-Fraktion ab. Wer diesem Antrag die Zustimmung geben möchte, den bitte ich jetzt um das Handzeichen. – Vielen Dank. Die Gegenstimmen? – Danke schön. Stimmenthaltungen? – Sehe ich keine. Somit ist der Antrag mit Mehrheit abgelehnt worden. Wir kommen zum nächsten Änderungsantrag der AfDFraktion, Drucksache 7/6513, ein Änderungsantrag zu Titelgruppe 91. Kollege Dr. Weigand, bitte schön.
