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Marika Tändler-Walenta

Die Linke 20.05.2021 Sitzungen 7/30

Mit dem Ihnen vorliegenden Änderungsantrag möchten wir ein Modellprojekt zur Digitalisierung der frühkindlichen Bildung voranbringen. Wir beantragen dafür im Haushalt 600 000 Euro zusätzlich. In unserem Ursprungsantrag war dies die Summe der Verminderung, die sich aus der Differenz aus den Haushaltsjahren 2019/2020 und 2021/2022 ergeben hat. Nun hat die Koalition im Rahmen der Ausschussberatungen einen Änderungsantrag vorgelegt und die Summe erhöht, um eben – wir hörten es heute schon – die ElternKind-Zentren weiter finanzieren zu können, was wir natürlich sehr begrüßen. Deshalb war unsere Reaktion, nochmals einen Änderungsantrag mit dieser entsprechenden Anpassung einzubringen, und zwar einschließlich wiederum der Aufstockung unserer 600 000 Euro für das Modellprojekt „Digitalisierung frühkindlicher Bildung“. Was wollen wir eigentlich mit diesem Antrag? Unser Antrag verfolgt das Ziel der Erarbeitung und Erprobung struktureller und inhaltlicher Bedingungen für einen altersgerechten und pädagogisch sinnvollen Umgang mit digitalen Medien im Kitaalltag. Lassen Sie es mich kurz umschreiben: Unsere Kinder lernen von früh an bewusst und auch unbewusst den Umgang mit digitalen Medien, werden jedoch unterschiedlich auf diesen Umgang im Schulalltag vorbereitet. Eines ist sicher: Es gibt dabei große Unterschiede, was den Zugang und vor allem den Umgang der Kinder mit digitalen Medien betrifft. Die dahinterliegende Kernfrage lautet also nicht, ob die Kinder diesen Umgang lernen, sondern wie der Zugang zu digitalen Medien gerecht gestaltet werden kann. Es geht uns mit diesem Antrag darum, geeignete Konzepte zu entwickeln durch eine Sensibilisierung der Fachkräfte, durch das Erlernen von Mediendidaktik, die entsprechende Anwendung und natürlich das daraus resultierende Einbetten in das pädagogische Handeln im Kitaalltag. Nur so ist es möglich, bereits im Kitaalter im Bereich der frühkindlichen Bildung frühe Bildungslücken zu erkennen und Kindern Chancengleichheit zu ermöglichen. Medienbildung als eine Schlüsselkompetenz im 21. Jahrhundert muss als ständiger Begleitprozess verstanden werden, vor allem aber als soziale Aufgabe. Bevor nun gleich die Koalition darauf reagiert, dass es Bundesmittel aus dem Gute-Kita-Gesetz gibt, und darauf verweist, sage ich, dass es in diesem Antrag ausdrücklich nicht um die Ausstattung der Einrichtungen geht. Es geht vielmehr – wie erläutert – um ein Begleitkonzept für die Kitas. Danke schön. (Beifall bei den LINKEN) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank für die Einbringung. Gibt es hierzu seitens der anderen Fraktionen Redebedarf? – Das sehe ich nicht. Dann kommen wir zur Abstimmung. Wer dem Änderungsantrag die Zustimmung geben möchte, den bitte ich jetzt um das Handzeichen. – Vielen Dank. Die Gegenstimmen? – Danke schön. Stimmenthaltungen? – Sehe ich keine. Damit ist der Antrag mit Mehrheit abgelehnt worden. Wir kommen zum nächsten Antrag, Drucksache 7/6508, Änderungsantrag der AfD-Fraktion, zu einem neuen Titel „Zuweisungen an den kreisangehörigen Raum für einen Erziehersonderzuschlag ländlicher Raum“. Kollege Dr. Weigand, bitte schön.

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