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Hanka Kliese

SPD 18.05.2021 Sitzungen 7/29

An den Sozialausschuss. Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das hatten wir vermutet, aber das ist meine Aufgabe hier vorn. Ich mache den Vorschlag, dass wir darüber abstimmen, ob dieser Antrag mit der Drucksache 7/5356 und dem Titel „Diskriminierung von trans* und homosexuellen Menschen bei der Blutspende beenden – jede Blutspende rettet Leben!“ von der Fraktion DIE LINKE an den Ausschuss für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt überwiesen wird. Wer sich dafür ausspricht, den bitte ich um das Handzeichen. – Vielen Dank. Wer stimmt dagegen? – Wer enthält sich? – Bei einer Stimme dagegen, einigen Stimmenthaltungen ist mit übergroßer Mehrheit abgestimmt, dass dieser Antrag an den Ausschuss für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt überwiesen wird. Damit gilt der Tagesordnungspunkt 7 als beendet. Ich rufe auf aus dem Bundesprogramm Kindertageseinrichtungen nutzen CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD 2013 bis 2016 in sieben Bundesländern 76 Projekte gefördert. Auch in Sachsen waren 14 Projekte dabei, an denen sich 28 Einrichtungen beteiligten. Kitas sollten in ihrer Funktion als Ausbildungsort für die pädagogischen Fachkräfte professionalisiert und die Zusammenarbeit mit dem Lernort Schule gefördert werden. Die Schwerpunkte lagen dabei auf der Qualifizierung im Bereich Praxisanleitung und Anleitungskonzeptionen, Verstärkung der Kooperation der Lernorte Praxis und Schule und Erschließung und Bindung bisher unterrepräsentierter Personengruppen als Fachkräfte. Der Ansatz der Ergebnisse dieses Projektes war letztlich Impulsgeber für die Maßnahmen, die wir in Sachsen mit den Mitteln des GuteKita-Gesetzes unterstützen wollen, um den Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers attraktiver zu machen, mehr Fachkräfte zu gewinnen und für eine hohe Qualität der Ausbildung zu sorgen. Hier nehmen wir konkret den praktischen Teil der Ausbildung in den Blick. Im Rahmen der Erzieherausbildung, sowohl der vollzeitschulischen als auch der berufsbegleitenden, sind eine Reihe von Praktika in unterschiedlichen Berufsbereichen zu absolvieren. Die angehenden pädagogischen Fachkräfte sollen in den Einrichtungen lernen, das Wissen umzusetzen, das sie im berufstheoretischen Unterricht an der Berufsfachschule erworben haben. Viele engagierte Pädagogen in den Kitas stellen sich der Aufgabe als Praxisanleiter, ihre zukünftigen jungen Kolleginnen und Kollegen auf diesem Weg zu begleiten und ihre Erfahrungen an sie weiterzugeben. Dafür brauchen sie aber selbst eine gute Vorbereitung mittels entsprechender Qualifizierung und den Austausch untereinander. Kitas sind also nicht nur Bildungseinrichtungen für unsere Jüngsten, sie sind auch Ausbildungseinrichtungen für dringend benötigtes Fachpersonal. Dieses Selbstverständnis gilt es, bei den Trägern und Einrichtungen zu schärfen und die Arbeit am Lernort Praxis in der Kita in Zusammenarbeit mit dem Lernort Schule in den Berufsfachschulen weiter zu verbessern. Wenn es weiterhin darum geht, mehr Personal für pädagogische Arbeit in Kitas zu gewinnen, müssen wir uns um weitere Personengruppen bemühen. Wenn ich sehe, wie engagiert unsere drei Erzieher im Hort der Evangelischen Grundschule in Frankenberg mit den Kindern arbeiten und wie wichtig es für die Kinder ist, sowohl weibliche als auch männliche Ansprechpartner zu haben, dann wünsche ich mir mehr Männer in diesem Beruf. Gleiches gilt für Fachkräfte aus dem Ausland, die eine gute Ausbildung mitbringen und nebenher noch fremdsprachliche Kompetenzen vermitteln sowie ihre Kultur weitergeben können. Die Anerkennung ausländischer Qualifikationen sollte im Ministerium etwas beschleunigt und vielleicht auch mit weniger Bürokratie versehen werden. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Wir haben hier unlängst über Inklusion diskutiert und dabei festgestellt, dass die Heterogenität der Schulanfänger allgemein seit einigen Jahren zugenommen hat. Auch wenn ich jetzt nicht auf die Ursachen eingehen kann, so unterstreicht das doch die besondere Bedeutung der Entwicklungsphase vor dem Schuleintritt für die gedeihliche Entwicklung eines jeden Kindes. Multiprofessionelle Teams bergen ein hohes Potenzial an unterschiedlichen Kompetenzen, wobei auch ein höherer Anteil an Fachkräften mit akademischem Abschluss hilfreich sein kann. Die Entscheidung über den weiteren Weg der Professionalisierung der Erzieherausbildung und der Gewinnung pädagogischen Fachpersonals sollte jedoch nicht getroffen werden, ohne die Erfahrungen der am Bundesprojekt „Lernort Praxis“ beteiligten sächsischen Kitas ausgewertet zu haben. Wir erbitten deshalb von der Staatsregierung eine entsprechende Analyse sowie die Vorlage eines Konzeptes, mit dem wir unser Ziel erreichen können. Mit der Entscheidung zur Schulgeldfreiheit haben wir einen ersten wichtigen Schritt getan, und wenn wir in den kommenden Tagen den Haushalt diskutieren und beschlossen haben, können wir die nächsten Schritte vorwärtsgehen, indem wir die Träger mit Mitteln aus dem Gute-KitaGesetz bei der Gewinnung und Qualifizierung pädagogischen Fachpersonals tatkräftig unterstützen. Ich bitte Sie dafür um Unterstützung für unseren Antrag. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU, den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Frau Kollegin Firmenich für die CDU-Fraktion. – Jetzt für die BÜNDNISGRÜNEN Frau Kollegin Melcher bitte.

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