Hanka Kliese
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Zu Beginn möchte ich auf ein Missverständnis im Redebeitrag von Kollegen Schaufel hinweisen. Ich möchte Ihnen nicht unterstellen, dass Sie das nicht verstehen wollen, aber ich würde Ihnen gern den Unterschied erklären, der hier gemeint ist. Sie haben gemeint, dass es ja genauso eine Diskriminierung wäre, die stattfände, wenn Menschen, die zum Beispiel eine chronische Krankheit haben, nicht Blut spenden dürfen. Sie würden ja dann genauso diskriminiert, wenn man der Lesart der Antragstellerin nachginge. Der Unterschied ist aber folgender: Wenn ein Mensch eine chronische Krankheit hat, dann ist es eine Tatsache. Bei mir ist es zum Beispiel so: Ich darf deswegen kein Blut spenden und fühle mich deswegen auch nicht diskriminiert; denn es ist ja tatsächlich so und ich weiß, dass das anderen Menschen schaden würde. Wenn aber ein Mensch eine sexuelle Orientierung hat, in dem Falle eine Homosexualität, gibt es – das hat Frau Saborowski ausgeführt – eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, aber eben nicht die Sicherheit, dass er automatisch deswegen ein Risikofaktor ist. Das ist eine Unterstellung, und gegen diese Unterstellung richtet sich der Antrag, da das ein pauschales Vorurteil gegenüber Menschen ist. (Frank Schaufel, AfD, steht am Mikrofon.) Es hat nichts mit Lobbypolitik zu tun, hier eine Diskriminierung beseitigen zu wollen. (Beifall bei der SPD, den LINKEN, den BÜNDNISGRÜNEN und vereinzelt bei der CDU) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Frau Kollegin Kliese, gestatten eine Zwischenfrage?
