Jan-Oliver Zwerg
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen! Weil das so viel Spaß macht, bin ich noch einmal hier. Der Kollege von den GRÜNEN meinte, dass Frankreich seine Reaktoren wahrscheinlich demnächst abschalten werde. Ich weise darauf hin, dass maßgeblich Frankreich in der EU-Kommission darauf drängt, dass die Kernkraft als CO -arme Technologie anerkannt wird. (Sören Voigt, CDU: Das bestreitet doch niemand!) Daran wird sich nichts ändern. Dann kommen wir zu ein paar Alternativen. Wasserstoff ist heute das Thema. Aber was ist eigentlich mit unseren Erdgasfahrzeugen passiert? Wir können bei Erdgasfahrzeugen konstatieren, dass auch dort schon das böse CO eingespart wird. Das ist doch so? Darüber redet niemand mehr. Vielleicht könnte man das bei den Nutzfahrzeugen auch etwas forcieren. Von denen fahren mittlerweile auch viele mit Erdgas. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren, wenn wir die Technologien insgesamt betrachten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, einen Wasserstoffdirektverbrenner zu bauen, auch wenn der Wirkungsgrad an den des Verbrennungsmotors mit Benzin und Diesel nicht ganz herankommt. Aber wir sollen sowieso alle langsamer fahren. Ein heutiger Serienmotor – hören Sie zu, da können Sie etwas lernen – kann mit relativ geringem Aufwand adaptiert werden. (Zuruf des Abg. Henning Homann, SPD) Die Stickoxydwerte – das ist doch das, was Sie auch interessiert – wären bereits ohne Abgasnachbehandlung auf aktuellem Niveau, mit selbiger gegen null. Das wäre vor allem auch eine kostengünstige Variante für Lkw bei – wichtiges Thema – bestehender Fertigungsinfrastruktur und Wertschöpfung in Europa. (Lachen des Abg. Henning Homann, SPD) – Dass Sie die ganze Zeit darüber lachen, zeigt mir, dass Sie es nicht verstanden haben. (Beifall bei der AfD) Ähnliches betrifft die synthetischen Kraftstoffe. Dort haben wir die hohen Herstellungskosten. Aber auch hier wäre das Tankstellennetz nutzbar. Auch die Fertigungsinfrastruktur kann genutzt werden. Wenn wir schon bei der Brennstoffzelle sind, wäre die Methanolbrennstoffzelle eine andere interessante Geschichte. Dort kommt ein Methanol-Wasser-Gemisch zum Einsatz. Das heißt, wir haben weniger Probleme beim Transport. Methanol gibt es auch genügend. Die Herstellung wäre momentan aus sogenanntem schwarzem Methanol gewährleistet. Wir haben dort einen CO -Ausstoß von circa 30 bis 40 Gramm pro Kilometer. Das lässt sich sehen. Die Werte für 2030 liegen bei 60. Das kann mit wenig Aufwand in das bestehende Tankstellennetz integriert werden. Das Auto ist ebenfalls in gewohnt kurzer Zeit betankt. Sie sehen, man muss sich überall ein bisschen bewegen und einmal schauen: Was wird gerade entwickelt? Wo wird geforscht? Das ist immer sehr, sehr interessant. Es macht auch Spaß, das nachzuverfolgen, aber man muss natürlich irgendwann zu einem Schluss kommen: Trägt sich das Ganze oder trägt es sich nicht? Eines ist natürlich klar: Wenn ich die derzeitigen fossilen Kraftstoffe Benzin, Diesel oder auch Erdgas abstrafe und dort mit einem CO -Besteuerungssystem eingreife – politisch gesehen –, um eine Kostenparität gegenüber den nicht fossilen Kraftstoffen zu erreichen, dann kann ich das machen. Wenn ich das eine teurer mache, dann ist das andere logischerweise irgendwo auch interessant. Das bedeutet aber: Es ist ein Eingriff in den freien Markt. Wir reden dann quasi nicht mehr von Technologie, sondern eigentlich nur noch davon, was wir politisch wollen. (Luise Neuhaus-Wartenberg, DIE LINKE: Ja!) Wenn wir nur noch darüber diskutieren, dass das böse CO weg muss, dann kommen wir natürlich an den Punkt, dass man einfach sagen muss: Alle Abwägungen und Argumentationen sind völlig nutzlos. Deshalb würde ich mir eine ingenieurwissenschaftliche und keine klimawissenschaftliche Diskussion wünschen. (Beifall bei der AfD –
