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Dr. Matthias Rößler

18.05.2021 Sitzungen 7/29

Vielen Dank und nochmals herzlichen Glückwunsch. (Beifall des ganzen Hauses) Damit ist Tagesordnungspunkt 1 abgeschlossen. Ich rufe auf Stunde in die Zukunft – Bahn, Busse, fahren künftig umweltfreundlich Fraktion CDU Bildungsdesaster in Sachsen Fraktion AfD Wir kommen nun zu Debatte – Bahn, Busse, Ver- und künftig umweltfreundlich Fraktion CDU Ohne Infrastruktur wird es keine Anwender geben. Es gibt in Deutschland Regionen, die uns mittlerweile vormachen, wie das am besten zu kombinieren ist, zum Beispiel die Region Passau in Niederbayern. Dort hat sich vor wenigen Wochen ein Konsortium gebildet, welches aus Unternehmen im Fahrzeugbau, der Infrastruktur, der Betankung und von H -Produzenten besteht. Dort ist zum Beispiel auch der große Energiekonzern Shell mit am Start. In Sachsen haben wir drei Wasserstofftankstellen, die aber alle mit Pkw-Druck arbeiten. Fachleute sagen, dass im Bereich der Busse und Bahnen die Anlagen redundanter ausgestattet sein müssen, als das heute im Pkw-Bereich der Fall ist. Dort braucht es eine Grundlast für den Betrieb, damit sich Unternehmen engagieren wollen. Warum ist Wasserstoff denn so viel besser als Batterieelektrik im Bereich der Nutzfahrzeuge? Es ist ganz klar: Die Batterien sind relativ schwer, Wasserstoff hingegen wird in Tanks vertankt. Die Nutzlast ist bei Personen- und Güterverkehr entsprechend höher. Die Ladezeiten sind analog zu Benzin oder Diesel. Systemisch ist auch noch die Abwärme der Brennstoffzelle nutzbar, sodass auch im Winter sichere Reichweiten erzielt werden können. Das System von Wasserstoff auf der Straße ist erprobt. Im öffentlichen Verkehr in Bozen gibt es seit 2013 eine Busflotte, die dort ohne Probleme regelmäßigen Liniendienst erbringt. In Niedersachsen wurde von 2018 bis 2020 ein Zug erprobt. Er ist auch schon einmal in Leipzig gewesen und von dort nach Grimma gefahren. Niedersachsen hat jüngst 14 dieser Wasserstoffzüge für sein Dieselnetz bestellt. Im nordhessischen Dieselnetz werden 27 dieser Züge fahren. Städte wie London, Oslo oder Aargau zeigen, dass Wasserstoff längst auf der Straße angekommen ist. Warum ist das bei uns bisher noch nicht so? Ich glaube, dass gewisse Vernetzungen fehlen. Wir haben sehr viele Akteure. Genannt seien allen voran die privaten Vereine Hypos, HZwo und Energy Saxony. Während Hypos vor allem die Speicherung, Produktion und Verfügbarkeit untersucht und voranbringen will, kümmert sich HZwo um die Anwendung im Fahrzeugbau. Sie haben so eine Art Arbeitsteilung: Hypos quasi bis zur Tankstelle und HZwo ab der Tankstelle. Wir als CDU-Fraktion sind der Auffassung, dass wir als öffentliche Hand mehr Druck ins System bekommen müssen. Wir müssen einerseits die Infrastruktur fördern und andererseits auch den Fahrzeuginvest voranbringen. Dort reicht es nicht nur, auf die anderen Akteure zu schauen, also die EU und den Bund, sondern wir sind der Auffassung, dass wir an dieser Stelle vorangehen müssen. Es bleiben zwei Aufgaben zu erledigen: Wir müssen erfassen, welche Infrastruktur schon da bzw. notwendig ist oder wie sie mit wenigen Mitteln ausgebaut werden kann. Dazu nenne ich zum Beispiel die Pipeline, die von Leuna nach Böhlen und Bitterfeld führt, unter dem Flughafen Leipzig hindurch. Ausgehend davon haben sich verschiedene Akteure im Leipziger Raum zusammengeschlossen und wollen einen grünen Wasserstoffring ins Leben rufen. Dort ist in erster Linie die DHL zu nennen, die mit Wasserstoff ihre Vorfeldlogistik verändern will. BMW hat die Werkslogistik intern heute schon wasserstoffbasiert am Start und will die externe Logistik auch auf Wasserstoff umstellen. Aber auch Porsche und die Stadtwerke Leipzig wollen mit dem neuen Gaskraftwerk, das schon H -ready ist, diverse Anwendungen ins Programm nehmen - bis hin zu den Leipziger Verkehrsbetrieben, die an einer Wasserstoffstraßenbahn arbeiten. Was das für den gesamten Freistaat Sachsen bedeutet, würde ich gern in der zweiten Runde erwähnen. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU, den BÜNDNISGRÜNEN und der SPD) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Für die AfDFraktion Herr Abg. Zwerg, bitte.

Protokoll ↗