Simone Lang
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! In meinem ersten Redebeitrag bin ich darauf eingegangen, wie wir die dritte Welle endgültig hinter uns lassen können. Jetzt möchte ich jedoch den Blick auf das lenken, was in den nächsten Monaten kommt und uns vielleicht auch in den nächsten Jahren beschäftigen wird. Das Erste wird Long Covid sein und das Zweite die psychischen Folgen der Pandemie. Fortsetzung Inzwischen, meine sehr geehrten Damen und Herren, liegt das Ergebnis der geheimen Wahl des stellvertretenden Mitglieds des Verfassungsgerichtshofs vor. Abgegeben wurden 112 Stimmscheine, ungültig war keiner. Der im Wahlvorschlag aufgeführte Kandidat, Herr Franz Taraschka, erhielt folgende Stimmen: 91 Jastimmen, 4 Neinstimmen und 17 Enthaltungen. Damit wurde Herr Zum ersten Punkt: Mit zunehmender Dauer der Pandemie zeichnet sich ab, dass die gesundheitlichen Langzeitschäden, die das Coronavirus anrichtet, immer deutlicher werden. Immer mehr Menschen leiden unter Long Covid. Manche Erkrankte entwickeln akute Erkrankungssymptome, wie Frau Schaper vorhin ausführte, ständige Erschöpfung, Luftnot, neurologische Störungen, plötzliches Erbrechen und Schwindel. Dieses Phänomen wird als Long Covid oder als Post-Covid-19-Syndrom bezeichnet. Etwa 10 % der Erkrankten haben diese Langzeitfolgen und kämpfen damit, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin ein. Das Problem müssen wir ernst nehmen und das Gesundheitssystem darauf vorbereiten. Die Ärztinnen und Ärzte müssen darüber aufklären und weitergebildet werden. Die sächsischen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen sollten im Blick behalten, was das für ihre Angestellten bedeutet, und es braucht eine Anlaufstelle für die, die betroffen sind und sich irgendwo hinwenden müssen. Auch die psychischen Folgen der Pandemie müssen in den Blick genommen werden. Die Pandemie macht etwas mit uns. Corona hat unser Leben auf den Kopf gestellt. Bei einigen hat dies nachhaltigen Einfluss auf die psychische Gesundheit; denn nicht alle kamen und kommen mit den Einschränkungen gut zurecht. Das Stichwort ist Einsamkeit. Das sollten wir ernst nehmen, nicht belächeln. Die Betroffenen müssen wissen, wohin sie sich wenden können, und wir müssen ihnen Mut machen. Wir müssen sehen, dass sie sich nicht verstecken. Wir müssen darüber sprechen und bei Bedarf ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen können. Fest steht: Es braucht weiterhin gemeinsame Kraftanstrengungen, um die Pandemie nicht nur zu stoppen, sondern deren Folgen und deren Folgeerscheinungen langfristig hinter uns zu lassen. Packen wir es an! Vielen Dank fürs Zuhören. (Beifall bei der SPD, der CDU und den BÜNDNISGRÜNEN)
