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Rico Gebhardt

Die Linke 25.03.2021 Sitzungen 7/26

Mein Gott! – Zuruf des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Anstatt die Kinder zu indoktrinieren, sollen sie sich mit ordentlichen Sachen auseinandersetzen, zum Beispiel mit der Frage: Wofür benötigen wir CO ? Da sind wir bei unserem Schulgartenthema, das wir für gut halten. Also, wofür benötigen wir CO ? Dass Pflanzen wachsen. Schade, ich habe erst gedacht, Frau Neuhaus-Wartenberg, dass heute noch die Goldmarie von uns beiden abgespielt wird, aber irgendwann legen wir die gemeinsam, denke ich. (Zuruf des Abg. Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Wir könnten auch die Frage stellen für die Kinder und die Schüler: Welche Gefahren bringt die Energieversorgung ausschließlich mit erneuerbaren Energien? Da kann Dunkelflaute und Energiesicherheit diskutiert werden. (Zuruf des Abg. Marco Böhme, DIE LINKE) Oder welche Rohstoffe werden für die Batterien der Elektromobilität gebraucht? Wo kommen die her? (Zuruf von der CDU) Wo kommt das Lithium her? Wie ist die Wasserverschmutzung in Südamerika? Wo kommt das Kobold – – Jetzt hätte ich beinahe Kobold gesagt. (Heiterkeit – Zurufe von der CDU, den LINKEN und den BÜNDNISGRÜNEN) Ja, das kommt, wenn man – – Da ist mir fast ein Baerbock unterlaufen, Entschuldigung! (Beifall bei der AfD) Also: Wo kommt das Kobalt her in Afrika, und wie viel Kinderarbeit ist dafür notwendig? Oder aktuell: Wie viel Plastikmüll entsteht jede Woche durch die Schnelltests? Sie brauchen pro Lehrer, pro Schüler pro Test eine Tüte Plastik. Auch das kann man diskutieren. (Zurufe der Abg. Sören Voigt und Andreas Nowak, CDU) Das machen Sie aber in den MINT-Fächern. Dafür brauchen wir keine Gemeinschaftskunde. Nun aber noch zu einigen Punkten der Stellungnahme der Staatsregierung, auf die ich eingehen möchte: Wir sagen, wir möchten die schriftlichen Vergleichsarbeiten. Die Staatsregierung antwortet: Ja, es gibt da Kompetenzdefizite und Förderbedarf in verschiedenen Punkten. Wie wollen wir sie denn feststellen, wenn wir keine Vergleichsarbeiten machen? Ich meine, dafür haben wir doch einen Lehrplan, (Zuruf der Abg. Sabine Friedel, SPD) wo wir jetzt wissen, wo die Schüler im März 2021 nach Lehrplan ungefähr stehen. Da wird es die Schule geben, die ein Stück weiter zurück ist, die andere ist ein Stück weiter vorn, aber im Mittel sind wir im Lehrplan. Sonst können wir den Lehrplan auch zerreißen. Deshalb sollten wir das abfragen und nicht nur sagen, na ja, es reicht, wenn die Kinder mal ein bisschen Einblick in das Thema bekommen haben. Das Zweite ist: Auch wir sehen eine Auswirkung des aktuellen Schulausfalls auf die Zukunft der Kinder, auf Berufsleben und Erwerbseinkommen. Antwort der Staatsregierung: Das wäre rein spekulativ. Gut, da gebe ich Ihnen etwas mit auf den Weg, eine Aussage vom ifo Institut. Ich zitiere: „Geht etwa ein Drittel des Schuljahres an Lernen verloren, so geht dies mit rund 3 bis 4 % Erwerbseinkommensminderung einher.“ Das können Sie dort nachlesen. Also, es gibt einen Zusammenhang. Das haben sich nicht die bösen Populisten von der AfD ausgedacht, sondern wirkliche Experten. Deshalb ist es wichtig, darauf noch einmal einzugehen. (Zurufe von der CDU und den LINKEN) Sie sagen, ja, der Ausfall der Betriebspraktika in den Schulen hat keinen Einfluss auf den Schulabschluss. Das ist völlig klar, aber wir möchten doch, dass die Kinder die richtige Entscheidung treffen, dass sie eintauchen, dass sie beim Bäcker, beim Landwirt, im Labor, wo auch immer sie hingehen, praktische Erfahrungen machen und sagen, genau in diesen Beruf steige ich ein. Deshalb wollen wir es auch in den Sommerferien oder im Sommer haben. Wir können da ein Konzept auf den Tisch legen, und letztes Jahr haben wir auch die Sommerschulen geschafft, meine Damen und Herren. Stellen Sie sich doch nicht so auf die Hinterbeine! Was aber den Vogel ein wenig abschießt, Herr Piwarz, in der Stellungnahme der Staatsregierung: Sie schreiben: Die Verschlechterung der Lebensqualität der Kinder und der Sportausfall, das wäre rein spekulativ. Das steht so in Ihrer Antwort. Ich meine, wir als AfD denken uns den Bewegungsmangel der Kinder nicht aus, und wir könnten ja gemeinsam mit Ihrem sportpolitischen Sprecher, Herrn Rost, einmal eine gemeinsame Sportstunde machen, Herr Hahn, ich mit, wir vier, vier Männer, vier Disziplinen. (Jan-Oliver Zwerg, AfD: Ich mache mit! – Staatsminister Christian Piwarz: Ich würde Herrn Hentschel noch mitnehmen!) – Dann nehmen wir den Hentschel noch mit dazu, dann haben wir einen Fünfkampf. (Heiterkeit im Saal) Herr Piwarz, dann wird das eine gute Sache, und dann werden wir herausfinden, warum der Sport so wichtig ist, oder wir lesen das in der COPSY-Studie vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf oder beim Landessportbund nach, meine Damen und Herren. (Heiterkeit der Präsidentin) Wir haben mit unserem Antrag wesentliche Punkte zusammengestellt, um das Bildungsniveau nicht weiter absinken zu lassen. Bildung ist kein Glücksspiel. Geben Sie unseren Kindern eine faire Chance. Im Spiel „6 aus 49“ beträgt die Chance auf einen Mindesttreffer – ja, der muss jetzt sein – eins zu 31. Das kann nicht das Ziel in Sachsen sein. Bildung ist kein Glücksspiel. Stimmen Sie deshalb unserem Antrag zu. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Vielen Dank, Herr Dr. Weigand, für die AfD-Fraktion. (Heiterkeit bei Präsidentin – Zurufe von den LINKEN, der CDU und der AfD –

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