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Hartmut Vorjohann

25.03.2021 Sitzungen 7/26

Die MFAG ist in der Coronakrise mit Problemen konfrontiert, die nicht unerheblich sind. Wir wissen alle, es gibt zwei Flughäfen, die darunterfallen: Leipzig und Dresden. Dresden ist ein reiner Passagierflughafen mit noch ein wenig anderem Verkehr. In Leipzig gibt es das Frachtgeschäft. Das ist ein sehr großes Aktivum, das man hat und das den Flughafen von anderen Flughäfen unterscheidet, die nicht so stark im Frachtgeschäft sind. Gleichwohl ist es so, dass bei beiden Standorten das Passagiergeschäft nahezu komplett wegfällt, und das reißt große Löcher in die Bilanz. Wir haben an nicht rückzahlbaren Zuschüssen im letzten Jahr im Zusammenhang mit der Coronakrise knapp 15 Millionen Euro geleistet; es waren genau 14 964 900 Euro. Wir haben zudem ein Darlehen in Höhe von 15,78 Millionen Euro hineingegeben. Das sind die Größenordnungen, die jetzt dort stehen. Wir müssen im Moment davon ausgehen, dass sich das Jahr 2021 für die Flughäfen im Grunde genommen in der gleichen Konstellation weiterentwickelt. Schätzungen sind hier schwer vorzunehmen, aber wir sind im Moment mit Verlusten von 35 Millionen Euro unterwegs. Das ist keine abschließende Zahl. Wir sind erst im März, das wissen wir. Was noch kommen wird und was wir auch dürfen, wird eine andere Frage sein. Das sind Beihilfethemen, die letztes Jahr schon eine große Rolle gespielt haben, und sie werden auch im Jahr 2021 wieder eine große Rolle spielen. Die große Preisfrage ist: Einmal angenommen, Corona ist durch, weil wir im Sommer oder Herbst alle durchgeimpft haben. Kehren wir dann zu unserem alten Leben eins zu eins zurück, mit all den Wünschen, was das Thema Fliegen betrifft, oder nicht? Ich habe ein wenig Zweifel, dass das der Fall sein wird, dass das also zumindest für Flughäfen nicht eins zu eins gelten wird. Bei den Geschäftsfliegern ist, glaube ich, der Vorzug von Videokonferenzen etwas, was man wahrscheinlich nicht mehr komplett aus der Welt bekommt. Für das Klima ist es, glaube ich, auch keine schlechte Botschaft. Aber für einen Flughafen ist das eine etwas schwierige Botschaft. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. – Gibt es seitens der SPD noch Fragebedarf? – An Mikrofon 3 Kollege Panter, bitte schön.

Protokoll ↗