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Thomas Prantl

AfD 24.03.2021 Sitzungen 7/25

Ja, Herr Lippmann, es kann durchaus sein, dass das so ist, aber der Handel behauptet auch, dass es angeblich der Wunsch des Kunden sei, dass dies in dieser Art und Weise gemacht wird. Und Sie habe ich aufgefordert, sich auf allen politischen Ebenen dafür einzusetzen, dass das geändert wird. (Beifall bei der AfD) Die EU-Bürokratie und der Handel – gern für Herrn Lippmann noch einmal – fördern langweiliges Globalisierungseinerlei und schaden der gewachsenen regionalen Sortenvielfalt. Zurück zur Erdbeere: Hat diese Pech im Leben und kann die EU-Leistungsparameter nicht erfüllen, dann hat sie das Klassenziel von 18 Millimeter Durchmesser knapp verfehlt und darf nicht mehr als Frischware verkauft werden. Im Supermarkt geht der Schönheitswettbewerb weiter: Damit Obst- und Gemüseregale auch bis 20 Uhr gut gefüllt sind, werden mehr Lebensmittel bereitgehalten als verkauft. Das ist kalkulierte Verschwendung, mit 5 % ist allein der Handel dabei. In der Summe entsteht ein Drittel der Lebensmittelverschwendung, noch bevor der Verbraucher das Produkt überhaupt gesehen hat, und leider stimmt es auch, dass immerhin fast die Hälfte der Gesamtverschwendung auf private Haushalte entfällt. Zum Beispiel landen durch nicht bedarfsgerechte Einkäufe oder mangelnde Kenntnis über das Mindesthaltbarkeitsdatum viele Lebensmittel sinnlos in der Tonne. Die durch die Marktmacht, durch den Druck von Handelsketten gedrückten Dumpingpreise senken die Hemmschwelle, gutes Essen einfach in die Tonne zu werfen. Diese Verschwendung muss weiter reduziert werden, aber bitte machen Sie das konsequent auf allen Ebenen: Politik, Handel und dann auch die Haushalte. Sie setzen in diesem Antrag zu viel auf die Behandlung von Symptomen statt auf die Hauptursachen. Sie gehen dabei auch den Weg eines geringen Widerstandes. Uns geht das nicht weit genug. Die Schwerpunkte, aber wohl auch die unbequemeren Wege wären nämlich die Prozesse vor dem Wegwerfen gewesen: EU-Vorschriften, deutsche Vorschriften, Handelsvorschriften, die Macht der Handelsketten und am Ende der Versorgungskette auch die Einsicht der Verbraucher. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der AfD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Für die AfD-Fraktion sprach Kollege Prantl. Nun spricht für die Fraktion DIE LINKE Frau Kollegin Mertsching.

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