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Simone Lang

SPD 24.03.2021 Sitzungen 7/25

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Soeben bin ich darauf eingegangen, was wir als Koalition bereits angestoßen haben, um den „Herzmenschen“ bei ihrem ehrenamtlichen Engagement unter die Arme zu greifen, um das Bild „von Mensch zu Mensch“ mit Leben zu füllen. Doch an dieser Stelle wollen und können wir nicht stehen bleiben. Wir brauchen in Sachsen ein dichtes und flächendeckendes Netz an Einrichtungen und Menschen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt tagtäglich leben. Oftmals fehlt es hier auch an Orten der Begegnung. Ich bin daher sehr froh darüber, dass wir als Koalition genau daran etwas ändern und das Programm „Soziale Orte“ auf den Weg bringen wollen; denn in den vergangenen Jahren mussten wir lernen, dass Gesellschaft nicht von allein entsteht und auch zerbrechen kann. Fest steht: Menschen brauchen Menschen und Orte zum Zusammenkommen und Beisammensein. Das ist eine zentrale Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit den „Sozialen Orten“ wollen wir Menschen unterstützen, die in ihrem Dorf oder ihrer Stadt Engagement befördern und gemeinsam stärken wollen. Mit unserer Unterstützung können sie sich ihren Ort aufbauen, öffentliche Räume zurückerobern und so Zusammenhalt schaffen. Der Kreativität sollte hier keine Grenze gesetzt sein. Ziel ist es, dass Menschen sich mit ihren Nachbarn, ihren Bekannten und ihren Freunden zusammentun und gemeinsam aushandeln, was sie für ihren Ort und für ihre Gemeinschaft brauchen. Bei manchen wird das tatsächlich ein physischer Ort sein, bei anderen entwickelt sich daraus ein gemeinschaftliches Projekt. Mit dem Programm „Soziale Orte“ möchten wir Menschen dazu aktivieren, sich wieder mehr in die Gesellschaft einzubringen, tätig zu werden und so ein neues Gefühl der Zusammengehörigkeit zu schaffen, denn leider hat das Zwischenmenschliche in den letzten Jahren gelitten. Unter dem Leitspruch „Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht“ hat sich ein erzwungener Egoismus und eine Ellenbogenmentalität entwickelt. Dieser Entwicklung stellen sich Sächsinnen und Sachsen entgegen. Es gibt in diesem Land unglaublich viele Menschen, die nicht nur an sich selbst denken, sondern ihre Zeit zum Wohle anderer einsetzen. Das ist wichtig, denn Menschen brauchen Menschen. Sie brauchen eine Gemeinschaft, in und mit der sie leben und in der sie sich gegenseitig unterstützen. Es geht um Solidarität. Ich möchte mich zum Schluss daher genau bei diesen Sächsinnen und Sachsen bedanken: Vielen Dank für Ihre ehrenamtliche Arbeit! Vielen Dank für Ihre Geduld und Rücksichtnahme in den Zeiten der Pandemie! Vielen Dank, dass Sie danach wieder loslegen werden! Das ist nicht selbstverständlich und verdient unser aller Respekt und Wertschätzung. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD, der CDU und den BÜNDNISGRÜNEN sowie vereinzelt bei den LINKEN) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Nun die CDUFraktion; Herr Abg. Ritter, bitte.

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