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Christian Piwarz

17.12.2020 Sitzungen 7/20

Das sind ja zwei Fragen. Ich versuche sie abzuarbeiten. Sicherlich machen wir uns Gedanken darüber. Ich hatte in der Anhörung vergangene Woche schon einmal geschildert, ob es Sinn macht, die Öffnung von Schulen und Kindertageseinrichtungen mit Testmaßnahmen zu flankieren. Wir sind weiterhin am Planen, ob und zu welchen Bedingungen das geht. Ich will es noch einmal offen sagen: Wir reden dort über Größenordnungen, die logistisch unwahrscheinlich schwierig zu bewerkstelligen sind. Wir brauchen insbesondere das medizinische bzw. medizinisch geschulte Personal, um beispielsweise Tests abzunehmen. Daran arbeiten wir im Moment. Aber es wäre aus meiner Sicht zum jetzigen Zeitpunkt vermessen, wenn ich Ihnen Dinge zusage, die ich zum Schluss nicht einhalten kann. Deshalb werde ich weiterhin im Ungefähren bleiben müssen. Sinnvoll ist es natürlich, wenn ich eine Einrichtung eröffne, möglichst sicherzustellen, dass diejenigen, die diese Einrichtung besuchen, coronafrei – sprich negativ getestet – sind. Das setzt umgekehrt auch voraus – angenommen wir würden diese Tests anbieten, wir können niemanden zwingen –, dass sich möglichst viele, wenn dieser Test angeboten würde, an diesem Test beteiligen. Hierbei wäre die Bitte: Sollte es so weit kommen, dann sollte man dafür sorgen, dass sich diejenigen testen lassen; denn dann können wir einigermaßen die Sicherheit haben, dass wir die Schulen und Kitas zumindest sinnvoll eröffnen. Die zweite Frage, die Sie ansprechen: Die Dinge sind einerseits das Pädagogische, wo wir bereits vor den Sommerferien gesagt haben: Liebe Lehrkräfte, bitte kümmert euch mit Beginn des neuen Schuljahres um die Lernstände eurer Schüler! Schaut euch individuell an, was sie in den Zeiten der häuslichen Lernzeit im Frühjahr geschafft oder nicht geschafft haben! Wo müsst ihr individuell hinterher sein? Dort braucht es wirklich den Pädagogen. Das, was ich an Rückmeldungen bekomme, ist – ich habe kein statistisches Bild, da das höchst individuell ist –, dass sich viele Pädagogen genau darum gekümmert haben und sagen: Wo stehen meine Schüler? Wo muss ich nacharbeiten? Wo habe ich Möglichkeiten, Dinge aufzuholen? In dieser Sommerschule haben wir einige Dinge klären können, aber die Beteiligung war ja nicht so, dass wir von einer flächendeckenden Beteiligung ausgehen können. Darüber haben wir bereits diskutiert. Insofern muss das konsequent weitergehen. Selbstverständlich müssen die Lehrer weiterhin aufmerksam sein. Wir haben ausdrücklich darum gebeten, einen stetigen Kontakt herzustellen, immer in Kommunikation mit den Schülern zu bleiben. Man soll also merken, ob die Schüler mit den Aufgabenstellungen zurechtkommen oder ob es noch einmal eine besondere Zuwendung braucht. Die anderen Themen, gerade im psychosozialen Bereich, sind etwas, wofür zwar der Lehrer die erste Auffang- und Anlaufstation ist, wofür wir aber auch die gesamten anderen unterstützenden Systeme haben müssen. Dort ist es wichtig, dass es trotzdem Angebote wie Sozialarbeit und Ähnliches, aufsuchende Sozialarbeit, die nicht in meinem Arbeitsbereich enthalten ist, gibt, dass man früh dem ganzen vorbeugen kann. Es ist vorhin bereits darauf eingegangen worden – ich komme gleich zum Schluss, Herr Präsident – – Zweiter Vizepräsident André Wendt: Ja!

Protokoll ↗