Christian Piwarz
Das ist ein Thema, welches uns seit November, seitdem wir in diesen Teil-Lockdown gegangen sind, beschäftigt. Wir haben damals schon gesagt, dass die Berufsorientierung nicht mehr stattfinden kann, weil Externe nicht mehr an die Schulen kommen dürfen. Das betritt den GTA-Bereich ebenfalls. Das hat sich jetzt noch einmal verschärft. Damals haben wir viele Zuschriften von besorgten Eltern, aber auch von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern erhalten. Die Schülerinnen und Schüler wollten gerade jetzt ihr Praktikum machen, weil es doch wichtig sei, in die Berufswelt hineinzuschnuppern, um später zu wissen, wofür man sich entscheiden solle. Hierbei gilt auch: Wir müssen dafür Sorge tragen – das ist unser Ziel –, dass diese Praktika auch im Jahr 2021 möglich sind. Ich muss es bewusst etwas schwammig formulieren, weil ich nicht weiß, inwieweit die Pandemiesituation im Januar, Februar oder März das Ganze zulässt. Aber dort ist es wirklich notwendig, dass wir die Möglichkeiten eröffnen, vielleicht das Ganze noch einmal versuchen, ein Stück nach hinten zu schieben, zeitlich so zu strecken, dass es trotzdem für den Schüler ein Praktikum gibt. Dort braucht man auch das Entgegenkommen der Unternehmen, die Praktikumsplätze entsprechend anzubieten. Wir sind mit den Kammern im Gespräch, dass wir den Pakt für Ausbildung an dieser Stelle leben, weil ein großes Interesse daran besteht, dass die Berufsorientierung funktioniert. Dort muss man die gesamte Flexibilität des Systems nutzen. Wir werden auch zusehen, Möglichkeiten zu eröffnen, dass im Bereich der Berufsorientierung diejenigen, die dort notwendig sind, als Erste wieder an die Schulen gehen können. Es gibt weitere Maßnahmen, dass man Dinge in hybrider Form online gestalten kann, zum Beispiel Berufsorientierungsmessen und dergleichen mehr. Dort ist bereits vieles in Vorbereitung. Aber diesen direkten Austausch im Praktikum müssen wir im Jahr 2021 so schnell es geht möglich machen. Bei den Fachschulen, also bei denen, die darauf angewiesen sind, dass sie Praktikumszeiten nachweisen, sind wir so weit, dass wir die Fachschulordnung überarbeiten werden und dass es dort auch möglich ist, einen Abschluss zu erzielen, auch wenn die Pflichtstunden im praktischen Bereich nicht erfüllt werden, um keinen Nachteil zu produzieren; damit Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, ihren Abschluss trotzdem zu machen, auch wenn die praktischen Zeiten aus Gründen der Pandemie nicht abgeleistet werden können. Selbstverständlich bleibt es auch dort das Ziel, wo immer möglich diese praktischen Ausbildungszeiten anzubieten, weil sie einfach zur Ausbildung und damit zum beruflichen Werdegang des jungen Menschen gehören. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank, Herr Staatsminister. Nun beginnen wir mit der zweiten Fragerunde, Frau Firmenich von der CDU-Fraktion, bitte schön.
