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Sebastian Gemkow

17.12.2020 Sitzungen 7/20

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Zuerst möchte ich mich ganz herzlich bei den Koalitionsfraktionen dafür bedanken, dass wir die Gelegenheit haben, über dieses wichtige Thema zu sprechen. Das wichtigste Gut, das uns allen am Herzen liegt, unsere Kinder, profitieren von dem, was hier an Bemühungen auf den Weg gebracht wurde. Die Abg. Frau Dr. Maicher, Frau Firmenich und Herr Mann haben schon über die Erfolge gesprochen. Deshalb möchte ich sie nicht in der Detailtiefe wiederholen und würde die entsprechenden Ausführungen später zu Protokoll geben. Ich möchte auf die Punkte eingehen, die hier noch angesprochen worden sind. Frau Abg. Gorskih, Sie hatten bezweifelt, dass aus dem Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“, der in den kommenden Jahren den Hochschulpakt sukzessive ablösen wird, die nötigen Ressourcen zur Verfügung stehen könnten, um die Lehramtsausbildung auszubauen. Ich kann Ihnen diese Sorge nehmen. Diese Mittel und Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung. Wir haben es in der Koalition miteinander vereinbart, dass wir diese Lehramtsstudienplätze ausbauen wollen. Das werden wir gewährleisten, sowohl quantitativ, vor allem aber auch qualitativ; denn die Mittel, die wir hier im Zukunftsvertrag bekommen, versetzen uns auch in die Lage, die Qualität aufrechtzuerhalten, Stellen zu verstetigen und letztlich dafür zu sorgen, dass die Ausbildung im Freistaat Sachsen weiterhin so erstklassig bleibt, wie sie momentan ist. Ich möchte zu den vielen positiven Errungenschaften, über die schon gesprochen wurde, nichts weiter ausführen, aber wenigstens auf das eingehen, was noch zu tun ist. Es gibt weiterhin Handlungsbedarf, auch wenn die Voraussetzungen positiv sind. Wir müssen uns überlegen, wie wir geeignete Studierende für das Lehramt an berufsbildenden Schulen gewinnen und den Studienerfolg in eben den berufsbildenden Studiengängen absichern. Dazu stellen wir diesen Studiengang auf eine breitere Basis. Bislang ist es so, dass nur die TU Dresden das Lehramt an berufsbildenden Schulen anbietet und dort studiert werden kann. Künftig soll das auch die Universität Leipzig tun und insbesondere – das ist uns wichtig – wollen wir aus den großen Zentren rausgehen und außerhalb der Großstädte Kooperationen der Universitäten mit den Hochschulen für angewandte Wissenschaften ermöglichen und dadurch auch den Zugang zum Staatsexamen außerhalb der großen Zentren. Ebenso ist die Staatsregierung bestrebt, die Entwicklung der Lehrerbildung in Deutschland und in Europa weltweit zu verfolgen. Frau Abg. Firmenich, Sie hatten angesprochen, dass wir einen Blick darauf werfen müssen. Das machen wir als Staatsregierung. Wir verfolgen mit Interesse die Entwicklung der Schools of Education, die an lehrerbildenden Hochschulen in Deutschland arbeiten. Wir schauen natürlich auch nach internationalen und nationalen Erfahrungen mit dem wachsenden Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern, schließen daraus für uns, was wir verändern können, wie machen es andere. Wir haben hier einen ganz offenen Blick; denn, meine sehr geehrten Damen und Herren, es braucht das Ineinandergreifen verschiedener Ebenen, um die Lehramtsausbildungen im Freistaat Sachsen weiter erfolgreich zu gestalten. Unserer Verantwortung, die wir dabei als Staatsregierung tragen, sind wir uns bewusst und wir nehmen sie sehr gerne wahr. Vielen herzlichen Dank an alle, die sich um die Ausbildung an unseren Hochschulen im Freistaat Sachsen bemühen. Herzlichen Dank und alles Gute für Sie. (Beifall bei der CDU, den BÜNDNISGRÜNEN, der SPD und der Staatsregierung)

Protokoll ↗