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Sabine Friedel

SPD 17.12.2020 Sitzungen 7/20

Vielen Dank, Herr Präsident, Sie haben richtig vermutet. Ich bin etwas verblüfft über viele Punkte, die gerade angesprochen worden sind – beispielsweise, dass Herrn Dr. Weigand nicht geläufig ist, welche Unterschiede es zwischen dem Studium auf der einen Seite und der dualen Ausbildung auf der anderen Seite gibt und dass Gesellen und Studierende zwei grundverschiedene Systematiken und Ausbildungsverhältnisse sind. Aber die Kurzintervention mache ich eigentlich, weil ich fürchte, Ihnen eine Illusion rauben zu müssen. Ganz am Anfang haben Sie erklärt, es sei ein großer Zufall – zwinker, zwinker –, dass die Koalition diesen Antrag nur drei Wochen nach Ihrer Aktivität ins Plenum einbringt. Die Illusion, die ich Ihnen rauben will, ist, dass die Koalition es schafft, innerhalb von zwei Wochen – denn die Tagesordnung fürs Plenum ist schon eine Woche alt – einen so umfassenden Antrag ganz fix abzustimmen. Das ist tatsächlich nicht möglich, weil wir natürlich auch fundiert arbeiten und in diesem Antrag sehr viele wesentliche Informationen und Konzepte dargelegt haben, wie Ihnen möglicherweise aufgegangen ist. Weil dieses Gefühl, dass viele Dinge nur passieren, weil man selbst aktiv ist, bei manchen um sich greift, hatte Erich Kästner schon vor langer Zeit ein schönes Gedicht geschrieben – ich zitiere nur das Ende, weil es kurz vor Weihnachten ist, schauen Sie es selbst nach –: „Stets meint die Katze, man wollt‘ mit ihr spielen. Wie der Katze geht‘s vielen.“ Danke. (Vereinzelt Beifall bei der SPD und der CDU)

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