Alexander Dierks
Nur ganz kurz. Wie ich nach Hause fahre, werde ich im Laufe des Tages noch entscheiden, Herr Kollege Weigand. Was ich nicht verstehe: Sie versuchen uns hier die ganze Zeit in irgendwelche Diskussionen zu verwickeln, als würde das, was auf der Welt stattfindet, irgendwie außerhalb Ihres Vorstellungshorizonts stattfinden. Sie sehen doch, wie sich die Infektionszahlen nicht nur bei uns, sondern auf der ganzen Welt erhöhen und dass eben nicht das eintritt, was zu Beginn der zweiten Welle auch aus Ihren Kreisen erzählt wurde: Na, ja, wenn mehr getestet wird, hat man eben mehr Beifang; schauen wir doch mal, wie sich das mit den Intensivbetten entwickelt. Und es hat sich sozusagen proportional dazu entwickelt. Wir haben eine fast ebenso hohe Steigerung der Intensivkapazitäten. Natürlich baut sich das erst langsam auf. Aber wenn ich alle zehn Tage eine Verdoppelung habe – Sie haben vorhin so schön vorgetragen, wie viele freie Betten wir noch haben –, dann erschließt sich doch dem Letzten – dazu muss man gar kein naturwissenschaftliches Studium absolviert haben –, dass wir in relativ kurzer Zeit an die Grenzen der Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitswesens kommen werden. Das ist schlicht und ergreifend ein Fakt, den man mathematisch vorhersehen kann und den wir jetzt in anderen Ländern Europas und der Welt bereits sehen. Diese Ignoranz ist wirklich ohrenbetäubend und himmelschreiend. – Vielen Dank. (Beifall bei der CDU und den BÜNDNISGRÜNEN) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Das war Kollege Dierks von der CDU-Fraktion mit der Erwiderung. Jetzt hat die Fraktion DIE LINKE das Wort. Frau Kollegin Schaper, bitte schön.
