Sebastian Gemkow
Die sächsischen Studentenwerke sind durch die Pandemie tatsächlich stark betroffen. Sie haben insbesondere in zwei Bereichen ganz erhebliche Einbußen: einmal im Bereich der Studentenwohnheime, in denen es zu Ausfällen von Mietzahlungen gekommen ist, weil Studierende – insbesondere auch aus dem Ausland – nicht zum Studieren hierhergekommen sind. Da gab es erhebliche Ausfälle, die kompensiert werden mussten, letzten Endes auch durch den Corona-Bewältigungsfonds, den Sie miteinander beschlossen und insbesondere in diesem Detail unterstützt haben. Zu den Zahlen: Auf der einen Seite waren es bei den Wohnheimen 2,2 Millionen Euro an Ausfällen, die kompensiert worden sind, auf der anderen Seite sind es die Ausfälle in den Mensen, die im Prinzip monatelang geschlossen waren. Die Studentenwerke mussten hierzu Maßnahmen treffen und teilweise in Teilzeitarbeit übergehen. Teilweise wurden auch Verträge mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht verlängert. Diese Arbeiten wurden dann von Personen übernommen, die aufgrund der Schließung frei waren. Man hat also intern umgeschichtet, was die Arbeitskraftverteilung betraf. Es sind natürlich die Einnahmen, die ausgeblieben sind. Das ist der größte Anteil der Ausfälle. Auf der anderen Seite gab es aber auch Einsparungen, weil man beim Wareneinkauf nicht in die Vollen gehen musste. Unter dem Strich bleibt aber ein erhebliches Defizit. Obgleich man dann auch die räumlichen Situationen genutzt hat, einen Betrieb wiederaufzunehmen, ist es eben noch nicht die volle Auslastung, die gefahren werden kann. So kam es zu Ausfällen, die kompensiert werden mussten, auch hier über den Corona-Bewältigungsfonds. Der Freistaat ist Gewährsträger für die Studentenwerke, das heißt, er ist letztendlich auch in der Verpflichtung, die Ausfälle zu übernehmen. Durch die Hilfen aus dem Corona-Bewältigungsfonds ist es gelungen, die Ausfälle der Studentenwerke weitestgehend auszugleichen. Natürlich ist damit die Hoffnung verbunden, dass der Betrieb alsbald – ich gebe zu, dass die Zeichen etwas anders aussehen – wieder zur weitestgehend vollen Auslastung gebracht werden kann, um diese wirtschaftliche Schieflage auszugleichen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Jetzt geht es in die dritte Fragerunde. Wir beginnen wieder mit der CDU; Herr Fritzsche am Mikrofon 4, bitte schön.
