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Sebastian Gemkow

01.10.2020 Sitzungen 7/15

Vielen herzlichen Dank. Ich denke, die sichtbarste Auswirkung der Maßnahmen ist, dass wir an unseren Hochschulen – und im Übrigen auch an den Forschungseinrichtungen – keinen Hotspot, kein erhebliches Pandemiegeschehen, keine Entwicklung einer großen Infektionswelle hatten. Ich denke, das ist ein großer Erfolg, der zeigt, dass die Maßnahmen, die ergriffen wurden, gewirkt haben: die Einführung von Hygienekonzepten, Homeoffice, wie es auch in anderen Bereichen durchgeführt worden ist, die Möglichkeit von Onlineaustausch – ob es im Prüfungsoder insbesondere im Lehrbereich ist, aber auch im regulären Arbeitsbetrieb. All das zusammenfassend, kann man sagen, hat es gut funktioniert, insbesondere auch in der Koordination zwischen dem Staatsministerium, der Landesrektorenkonferenz und den Studierendenvertretungen. Ich denke, das lässt sich objektiv schon so sagen. Nichtsdestotrotz sind wir im engen Austausch mit der Landesrektorenkonferenz. Das heißt, wenn es Notwendigkeiten gibt, nachzusteuern, dann sind wir eng dran und können sofort Maßnahmen entwickeln, die notwendig sind. Es war damals, in der Hochzeit dieses Pandemiegeschehens in den letzten Monaten, so, dass das Staatsministerium, auch meine Person, regelmäßig im Telefonaustausch mit allen Rektorinnen und Rektoren waren, um genau zu schauen: Welche Entwicklungen haben wir? Was müssen wir ändern? Was müssen wir anpassen? Zu der Frage, was in Zukunft davon bestehen bleiben kann: Ich hoffe natürlich, dass vieles von dem, was jetzt notwendig ist, nicht beibehalten werden muss – Hygienekonzepte möglicherweise zum Teil –; vielleicht gibt es auch ein ganz anderes, neu entstandenes Bewusstsein unter uns allen, wie wir uns zukünftig in der Öffentlichkeit verhalten werden. Ich glaube, das lässt sich noch nicht abschließend abschätzen. Was mit Sicherheit bestehen bleiben wird und wofür wir – nicht zuletzt aufgrund der Investitionen in die Infrastruktur – die Grundlage gelegt haben, das ist die Frage: Wie können Onlineformate weiter genutzt werden? Onlinelehre wird mit Sicherheit auch in Zukunft ein Teil der Lehre an unseren Hochschulen bleiben, obgleich sie in meinen Augen immer nur ein Teil sein kann. Der größere Teil muss die Präsenzlehre sein, zu der wir natürlich schnellstmöglich zurückkommen wollen, wenn es die Rahmenbedingungen hergeben. Denn Hochschulausbildung, Hochschullehre und Universitätsleben sind nicht nur eine Frage von Unterricht und Lehre, sondern es ist die Frage: Wie wirkt eine Universität, eine Hochschule in die Gesellschaft? Wie findet Persönlichkeitsbildung von Menschen statt, die in einer Hochschulstadt sind, in einem lebendigen gesellschaftlichen Leben? Das ist in meinen Augen unersetzbar. Aber mit Sicherheit wird der Bereich Onlinelehre auch in der Zukunft ein Teil davon bleiben. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Nun die Fraktion SPD, Herr Mann.

Protokoll ↗