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Luise Neuhaus-Wartenberg

Die Linke 01.10.2020 Sitzungen 7/15

Vielen Dank, Herr Präsident. Ich finde, dass ich dazu ein Statement abgeben muss. (Henning Homann, SPD: Das ist Ihr gutes Recht!) – Ja, das ist mein gutes Recht. Es geht mir um zwei Aspekte. Über die Fußballdebatte heute Morgen möchte ich nur einen Satz sagen. Unser Ansatz war zu sagen, dass der ostdeutsche Fußball ein Spiegelbild dessen ist, was in den letzten 30 Jahren stattgefunden hat. Ob Sie das verstehen, steht auf einem anderen Blatt. Aber genau das war unser Ansatz. – Das ist das Erste. Das Zweite ärgert mich maßlos. Ich habe hier weder herumgeholzt noch herumgekoffert, sondern für meine Welt eine ziemlich nachdenkliche Rede gehalten. (Beifall bei den LINKEN und der Abg. Sabine Friedel, SPD) Ich kann nicht nachvollziehen, warum es nicht möglich ist zu akzeptieren, dass wir es in Sachsen mit einer relativ großen Gruppe von Leuten zu tun haben, die eben keine Lust hat, mit uns in irgendeine Zukunft zu gehen. Denen ist es sehr wichtig, dass Zukunft das beschreibt, was in der Vergangenheit stattgefunden hat. Es ärgert mich, dass Sie das einfach negieren. Das muss man doch zur Kenntnis nehmen. Das Gerede darüber, dass alles positiv wird, wenn wir es nur anfassen, führt nicht zu einem besseren Lebensgefühl. Das erzählen wir den Leuten seit zehn, seit 15, seit 20 Jahren. Aber schauen Sie sich die Wahlergebnisse an. Das ärgert mich. Lassen Sie uns doch einfach darüber debattieren, wie wir die Leute genau dort packen können. Wir wollen sie nicht an die Hand nehmen, sondern wir wollen gemeinsam in eine tatsächlich vernünftige Zukunft gehen. Ihren Redebeitrag – gerade mit seiner Kritik an mir und meiner Fraktion – kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. (Beifall bei den LINKEN) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Das war die Kurzintervention an Mikrofon 1. Ich lasse das Mikrofon gleich eingeschaltet. Herr Kollege Homann, Sie können erwidern, bitte schön.

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