Jan-Oliver Zwerg
Vielen Dank. – Herr Staatsminister, Sie haben vom Wärmemarkt gesprochen. Ich bin auf diesem Gebiet ein wenig zu Hause; ich verkaufe seit dem Jahr 2005 Heizungstechnik. Die Firma, für die ich arbeite, hat bereits im Jahr 2000 die erste Wärmepumpe eingebaut. Die Begründung gegenüber unseren Kunden war immer die, dass wir gegenüber einer Gasheizung, die wir übrigens auch einbauen, Geld sparen, dass sich die Heizkosten reduzieren, weil die Wärmepumpe einen bestimmten Wirkungsgrad hat – in der Regel mit einer Jahresarbeitszahl von 4,5 bis 5. Das ist Sinn der Übung. Das Paradoxon ist – und das hat auch der Bundesverband Wärmepumpe klargemacht –, dass wir dem Ganzen mit explodierenden Strompreisen entgegenwirken. Das heißt, auf der einen Seite wird sich der Wärmemarkt – es ist richtig, was Sie sagen – in eine andere Richtung bewegen, nämlich weg vom Gas hin zu Stromheizungen. Aber auf der anderen Seite müssen über das Marktanreizprogramm Wärmepumpen subventioniert werden. Das wäre nicht nötig. Die Wärmepumpentechnologie ist zum Beispiel in Frankreich führend. In Frankreich wird der Strom zu großen Teilen aus Kernkraft erzeugt. Sie wissen, dass der Strompreis dort bei circa 14 Cent liegt. Wenn wir auch hier einen Strompreis von 14 Cent hätten, bräuchten wir keine Förderung für eine Wärmepumpe. Dann würde sich dieses Konzept selbst wirtschaftlich tragen. Danke. (Beifall bei der AfD) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Das war Kollege Zwerg an Mikrofon 7 mit einer Kurzintervention. Herr Minister, möchten Sie erwidern? – Bitte schön.
