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Kerstin Köditz

Die Linke 16.07.2020 Sitzungen 7/13

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Das Thema dieser Aktuellen Debatte hat mich zum Nachdenken gebracht. (Oh-Rufe von der AfD) „Anarchie heißt Party. – Gestern Stuttgart, heute Dresden?“ – Was will der Dichter uns damit sagen? (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Der Dichter!) Ich glaube, es wäre verlorene Liebesmüh, der AfD zu erklären, was Anarchie oder Anarchismus überhaupt ist. (Zurufe von der AfD) Sie hat eigene Vorstellungen davon, und die sehen so aus: Man achtet keine Gesetze. Man achtet keine Verordnungen. Der Staat wird ganz einfach in seinen Vorstellungen abgelehnt. Wir kennen das aus Sachsen in den letzten Monaten: Abstandsregeln werden abgelehnt. Mundschutz ist plötzlich Maulkorb. Kontaktbeschränkungen stören unsere Freiheit. (Beifall bei den LINKEN) Denn der Staat, der will uns unterdrücken – so hat die AfD die letzten Monate herumgeschrien. Dann das nächste Wort: „Party“. Was heißt denn Party bei der AfD? – Ich erinnere mich persönlich an den Abend des 24. September 2017: „Wir werden Sie jagen! Wir werden Frau Merkel, oder wen auch immer, jagen!“ Das haben wir jetzt. (Carsten Hütter, AfD: „Deutschland verrecke“! – Starke Unruhe im Saal – Glocke des Präsidenten)

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