Jan Löffler
Danke sehr. – Wenn man zum Beispiel Ihren Punkt 2 hernimmt, dann muss man ganz klar feststellen: Wir haben seit 30 Jahren genau diesen Denkmalschutz in Sachsen sehr aktiv betrieben. Wir haben über diese vergangenen 30 Jahre mehr als 3 Milliarden Euro in das Kulturgut gesteckt, und das ist wirklich beachtlich. Bilderstürmer, die Denkmäler beschmieren oder, besser gesagt, schänden, gab es in Sachsen schon vor diesen Bewegungen. Sie haben selbst das Beispiel aus Chemnitz vom März dieses Jahres bemüht. Aber dazu muss man sagen: Solche radikalen Geschehnisse müssen entsprechend stringent verfolgt werden. Das ist nicht mehr nur eine reine Sachbeschädigung, sondern hier reden wir tatsächlich von Verbrechen, und diese dürfen nicht ungestraft bleiben. (Beifall bei der CDU) Zusammenfassend sei gesagt: Kritische Reflexion der Geschichte ja, kontroverse Diskussion unbedingt, aber Zerstörung um der Zerstörung willen geht gar nicht. Und deshalb setzen wir uns für eine sachliche Diskussion über eine stets im historischen Gesamtzusammenhang und im Kontext ihrer Geschichte entstandene Kunst ein. Gewalt ist keine Kategorie der historisch-politischen Auseinandersetzung, und deshalb lehnen wir diese absolut ab. Wir lehnen auch diese populistische Art ab, wie Sie sie hier gerade abgeliefert haben. Mit unserer Positionierung haben wir auch nicht erst durch irgendwelche Bewegungen unser Herz für unsere Geschichte und unser Kulturgut entdeckt, sondern wir leben das seit Jahrzenten gemeinsam in einem guten Verantwortungsbewusstsein. Dazu braucht es, ehrlich gesagt, nicht solche Anträge, solchen Populismus und auch nicht diese Art der Vortragsweise hier im Hohen Haus. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr Löffler für die CDU-Fraktion. Ich sehe eine Kurzintervention; bitte.
