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Thomas Kirste

AfD 15.07.2020 Sitzungen 7/12

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Als der islamische Staat im Frühjahr 2015 damit begann, die Tempel der antiken Stadt Palmyra zu sprengen, hielt man in aller Welt den Atem an. Einzigartige Kulturgüter mussten weichen, weil sie nicht in den totalitären Glauben der selbsternannten Gotteskrieger passten. Damals fegte ein Sturm der Entrüstung über die westliche Welt. Heute, im Jahr 2020, steht wieder das historische Erbe auf dem Spiel, jedoch nicht in der syrischen Wüste, sondern inmitten der amerikanischen und europäischen Städte. Wieder geht die Gewalt von Personen aus, die für sich in Anspruch nehmen, dass ihre Überzeugung die einzig wahre und richtige ist. Das ist völlig falsch, meine Damen und Herren! (Beifall bei der AfD) Der Unterschied zwischen Palmyra und dem heutigen Europa ist, dass diesmal der Bildersturm nicht im Namen der Religion stattfindet, sondern unter dem Deckmantel des Antirassismus. Bildnisse werden geköpft, Büsten beschmiert, Inschriften vernichtet und Statuen von ihren Sockeln gerissen. Es ist absolut irrsinnig, was hier passiert. (Zurufe von der CDU und den BÜNDNISGRÜNEN: Wo denn?) Wie damals in Palmyra richtet sich der Zorn auch heute gegen alles, was nicht in das Weltbild der Bilderstürmer passt. Es spielt längst keine Rolle mehr, ob jemand wirklich ein Völkermörder war und ob er wirklich mit Sklaven gehandelt hat. (Christian Hartmann, CDU, steht am Mikrofon.) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Herr Kirste, gestatten Sie eine Zwischenfrage?

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