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Sabine Friedel

SPD 15.07.2020 Sitzungen 7/12

Herr Präsident, vielen Dank! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein solcher Entschließungsantrag ist dazu da, nachdem ein Gesetz beschlossen worden ist, manche Dinge, die sich gesetzlich nicht regeln lassen, sondern durch die Staatsregierung untergesetzlich zu tun sind, noch einmal festzuhalten und darüber hinaus der Überzeugung Ausdruck zu geben, was man jetzt beschlossen hat. Das ist der erste Teil unter Punk I. Der zweite Teil gibt der Staatsregierung ein paar Punkte mit, die Sie nachlesen können. Ich möchte kurz auf ein oder zwei Punkte eingehen. Wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer sagt, ich habe Lust, an einer Gemeinschaftsschule zu arbeiten, ich will an der Oberschule Plus, die es vielleicht im nächsten oder übernächsten Schuljahr in Mittelsachsen gibt, tätig sein, dann muss die Verwaltung dies durch Versetzungen und Abordnungen ermöglichen. Denn was kann sich eine Schule Besseres wünschen, als dass eine Lehrkraft sagt: Genau des Konzeptes wegen will ich mich dort verwirklichen. Als zweiten Punkt – er ist unter Erstens nachzulesen – will ich kurz herausgreifen: Selbstverständlich muss das Kultusministerium – wir haben gehört, dass es das als seine Aufgabe versteht – eine Unterstützung und fachliche Begleitung ermöglichen. Dass die Hoffnung, die Kultusbürokratie würde das tun, falsch sei – wie es vorhin einmal hieß –, das sehe ich momentan nicht so. Wir haben eine gute Erfahrung bei einem anderen Thema, bei einem anderen pädagogischen Konzept gemacht, nämlich beim jahrgangsübergreifenden Unterricht in Grundschulen. Das Kultusministerium ist seit vielen Jahren dabei, die Grundschulen, die das tun, nicht nur zu vernetzen, sondern auch eine Fortbildungsunterstützung, fachliche Begleitung, Unterstützung bei den Schulentwicklungsprozessen anzubieten. Es hat sich inzwischen ein Netzwerk herausgebildet. Wenn Sie mal mit Lehrkräften aus diesen Schulen sprechen, dann sagen sie, dass sie sich das nicht mehr wegdenken wollen. Dieses Beispiel zeigt: Die Kultusverwaltung kann das, wenn sie will. Ich habe heute gehört, dass sie will. Insofern bin ich guten Mutes, dass der Entschließungsantrag in Leben umgesetzt wird. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD, der CDU und den BÜNDNISGRÜNEN) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank, Kollegin Friedel, für die Einbringung. Gibt es hierzu Redebedarf aus den anderen Fraktionen? Ich schaue in die Runde. – Herr Dr. Weigand, Sie möchten zum Entschließungsantrag sprechen. Das können Sie gern tun; bitte schön.

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