Christian Piwarz
Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Eigentlich hatte ich gedacht, dass Holger Gasse schon alles zu den Redebeiträgen von Herrn Dr. Weigand gesagt hat. Aber dann kamen leider Gottes noch zwei. (Heiterkeit bei der CDU) Dass ich verwundert bin, wäre vielleicht zu wenig gesagt, Herr Dr. Weigand. Ich weiß nicht, ob es so ist, aber immer, wenn ich Redebeiträge der AfD verfolge, scheint es mir so, dass die Erkenntnis, dass die Kunst des Kompromisses eine hohe zivilisatorische Errungenschaft ist, die uns gerade im parlamentarischen Alltag auszeichnen sollte, bei Ihnen noch nicht angekommen ist. (Beifall bei der CDU, den BÜNDNISGRÜNEN, der SPD und der Staatsregierung) Das ist schade, weil ich das Ihnen bislang als Mensch durchaus zugetraut hätte. Ich bin gerne bereit, mich zu korrigieren. Ich will es aber eigentlich gar nicht tun. Das Zweite, das so schwierig ist: Als Aushilfsdemagoge würde es ganz gut gehen, als Bildungspolitiker wird es langsam schwierig. (Beifall der Abg. Kerstin Köditz, DIE LINKE) Das Problem ist, dass das, was Sie hier vortragen, nicht einmal im Ansatz konsistent ist. Sie greifen die CDU dafür an, dass sie angeblich Positionen räumen würde, (André Barth, AfD: Wieso angeblich?) dass sie das erfolgreiche sächsische Bildungssystem schleifen würde, weil sie heute diesem Kompromiss zustimmt. Andererseits entwickeln Sie ein Modell, das ganz sicher dafür sorgen wird, dass das erfolgreiche sächsische Bildungssystem geschliffen wird, nämlich Ihr gemeinsames Lernen unterschiedslos bis zur Klassenstufe 8. (Beifall bei der CDU –
