Barbara Klepsch
Wir sind hinsichtlich dieses Förderprogramms in einem sehr engen und intensiven Austausch mit der Interessengemeinschaft Landeskulturverbände. Über 700 Einrichtungen sind Landesverbänden zugehörig. Eine Vielzahl der weiteren Einrichtungen freier Träger außerhalb der Landesverbände im Freistaat Sachsen machen eine wundervolle Arbeit. Alle diese Einrichtungen, diese Träger haben Anspruch auf Unterstützung aus diesem Fördertopf. Wir haben eine Rückkopplung bekommen, wie hoch der durchschnittlich notwendige, zwingende Bedarf ist. Man kann von einer Spannbreite von 5 000 bis zu 50 000 Euro ausgehen. Es gibt aber auch Einzelne, die darüber hinaus Bedarfe anmelden. Wir haben in unserem Förderprogramm uns ganz klar begrenzt. Es steht eine maximale Förderhöhe bis zu 10 000 Euro zur Verfügung, im Einzelfall – das wird dann auch durch mein Haus geprüft – bis zu 50 000 Euro. Natürlich können wir heute noch nicht genau einschätzen, wie viele Anträge jetzt eingereicht werden und wie lange das Budget reicht. Ich gehe aber in Abstimmung mit den Landesverbänden und aufgrund der Rückmeldungen davon aus, dass diese Gelder nach bestem Wissen und Gewissen für die dringend notwendigen Bedarfe zur Verfügung gestellt werden – es ist ein Nothilfeprogramm. Wenn wir uns das Bundesprogramm ansehen, dann soll die Milliarde für den Bereich Kultur für einen Neustart eingesetzt werden. Wenn ich aber neu starten will, muss ich erst einmal die Krise überstehen. Unsere Programme sind aufgelegt, um Krisen zu überstehen und dann wieder neu starten zu können.
