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Sebastian Wippel

AfD 18.03.2020 Sitzungen 7/7

Frechheit!) Nachdem wir aus meiner Sicht sehr substanzielle Worte von der Staatsregierung gehört haben und uns einige Redner noch einmal interessante Dinge erzählt haben, möchte ich mein Wort jetzt noch gern an die Sächsinnen und Sachsen wenden. Liebe Sächsinnen und Sachsen: Die Lage ist ernst, und wir reagieren darauf. Die politischen Entscheidungen auf Bundesebene und in Sachsen, das alltägliche Leben, so, wie wir es gewohnt sind, zu unterbrechen, verlangt uns allen viel ab. Auch bitte ich Sie, die sächsischen Bürgerinnen und Bürger, um Verständnis dafür. Wir tun das, um unsere Gemeinschaft, auch Ihr persönliches Umfeld, davor zu schützen, schwer an COVID-19 zu erkranken. Wir möchten damit unser Gesundheitssystem so lange wie möglich stabil halten. Das gelingt nur, wenn nicht zu viele Menschen auf einmal krank werden. Bitte bewahren Sie Ruhe in dieser herausfordernden Situation! Solidarität ist das Gebot der Stunde. Wenn Sie jung sind und nicht zu einer Risikogruppe gehören, dann ist die Wahrscheinlichkeit für Sie, zu erkranken, deutlich geringer. Ihre Unterstützung, Ihre Hilfe ist jetzt wichtiger denn je. Auch unsere sächsische Trägerlandlandschaft organisiert sich, um digitale Hilfe, Vernetzung und Anregungen mit möglichst wenigen oder gar keinen Kontakten auf die Beine zu stellen. Schauen Sie in den nächsten Tagen zum Beispiel einmal bei „zeitfuerjugend.de“ vorbei. Dort können sich Menschen nützlich machen. Wir bekommen momentan zahlreiche Hinweise zum Beispiel von den Tafeln, dass ihnen die älteren ehrenamtlichen Helfer wegfallen. Auch dort kann man sich aktiv einbringen – und das ist wichtig, denn unsere demokratische Gesellschaft lebt davon, dass wir eine starke Zivilgesellschaft und ein solidarisches Miteinander haben. Verantwortung tragen insbesondere auch die Menschen, die besonders gefährdet sind, vor allem ältere. Bitte meiden Sie den direkten Kontakt mit anderen, verschieben Sie die gewohnte Rommé- oder Schachrunde, das gemeinsame Kaffeetrinken! Haben Sie Verständnis dafür, dass der Besuch im Betreuten Wohnen derzeit eingeschränkt ist oder am besten ganz ausfällt. Das alles dient Ihrem Schutz. Die Gesellschaft zeigt sich jetzt solidarisch gerade mit Ihnen. Was sich vielleicht schmerzlich nach Einsamkeit anfühlt, dient Ihrer Gesundheit. Aber wir werden alles dafür tun, dass Sie sich nicht alleingelassen fühlen. Ein gutes Miteinander hilft uns allen am besten durch diese Krise. Telefonieren Sie mit Ihren engsten Vertrauten, versuchen Sie, wo möglich, Mut zu machen! Die neue Situation lässt Menschen ungewohnt viel Zeit zusammen verbringen. Für den einen mag sich diese Zeit vielleicht als eine Art Geschenk offenbaren, sozusagen Familienqualitätszeit. Für die, denen das Zusammenleben schon vorher schwergefallen ist, kann die viele Zeit zusammen auch auf engem Raum eine Herausforderung werden. Häusliche Konflikte und Übergriffe können die Folge sein. Hier appelliere ich an die Verantwortlichen in den Kommunen und Landkreisen, die telefonische Erreichbarkeit von Beratungsstellen sicherzustellen und die Einrichtungen der Krisenintervention – wie Frauenhäuser und Notdienste – zu unterstützen. Kindeswohl ist auch in Krisenzeiten ein hohes Gut, das unser aller Aufmerksamkeit bedarf. Lassen Sie uns auch in der Krise aufeinander und auf unsere Kleinsten aufpassen! Liebe Sächsinnen und Sachsen! Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Ministerinnen und Minister! Sehr geehrte Damen und Herren Präsidenten! Lassen Sie uns auch weiterhin so koordiniert und so überlegt an die gemeinsame Bewältigung dieser Krise herangehen. Ich wünsche Ihnen und uns Gesundheit, Kraft, Mut für die nächsten Wochen. Lassen Sie uns das gemeinsam bewältigen! (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN und vereinzelt bei der CDU, den LINKEN und der SPD) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Eine Kurzintervention, Herr Urban? – Bitte. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Sie hatten schon welche! – Zuruf von der AfD: Das waren nur Antworten!)

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