Jan Hippold
Vielen Dank, Herr Präsident. Herr Staatsminister, mich interessiert, ob gegebenenfalls aus den Untersuchungen und Studien bzw. Forschungsvorhaben bereits Erkenntnisse darüber vorliegen, wie sich Berufsbilder mit Blick auf diesen Transformationsprozess in Sachsen verändern werden, welche zukünftig wegfallen und in welchen anderen Bereichen Berufsbilder möglicherweise hinzukommen. Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Das wurde mit untersucht. Unser Automobilzuliefernetzwerk AMZ ist für uns ein ganz entscheidender Partner, auch bei der Begleitung dieses Prozesses. Ich bin bereits auf die Roadshow eingegangen, wobei wir mit den Unternehmen selbst gesprochen haben. Ich habe auf die Studie hingewiesen, die mit der TU Chemnitz gemacht wurde. Da hat man sich die Berufsbilder angeschaut. Es wurde von dort eingeschätzt, dass die Berufsbilder in den Technologiebereichen der Metallverarbeitung und - bearbeitung an Bedeutung verlieren und schrumpfen werden, aber dafür eine ansteigende Bedeutung im Elektronikbereich zu erwarten ist. Die Leiterplattenherstellung, die Entwicklung von Halbleitertechnologien, die Elektromontage und der gesamte Softwarebereich werden massiv zunehmen. Ebenso geht es um das Thema Kunststoffentwicklung. Das heißt, es geht nicht nur um Metall, sondern auch um die Veränderung im Automobil. Insbesondere das Interieur betreffend, wird es zu einer Aufwertung der Bereiche Textilverarbeitung und der Technologien, die mit dem Kunststoffspritzguss verbunden sind, kommen. Zumindest ist das die Einschätzung der Studie. Daran wird deutlich, warum es einen solch großen Qualifikationsbedarf gibt. Man sieht schon jetzt, dass sich durch die Transformation im Elektromobilbereich die Anforderungsprofile an die Berufe komplett verändern. Die Zahl dieser 2 500 Arbeitsplätze, die infrage stehen, heißt auch, die restlichen so zu qualifizieren, dass sie genau diese Transformation mitmachen können. Ich kann nur mein Lob und meinen Respekt gegenüber Volkswagen ausdrücken, wie sie das in Mosel vormachen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Die AfD; Herr Kuhnert, bitte schön.
