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Jan Hippold

CDU 30.01.2020 Sitzungen 7/6

Vielen Dank, Herr Präsident. Vielen Dank auch an Sie, Herr Staatsminister, für das überaus spannende Thema und die einleitenden Worte. Mich interessiert Folgendes: Sie sind bereits auf die 95 000 Beschäftigten in der Automobilbranche eingegangen. Liegen der Staatsregierung gegebenenfalls aus der Studie, die gemeinsam mit dem AMZ durchgeführt worden ist, Erkenntnisse vor, wie viele dieser Beschäftigten sich in anderen Branchen – ich beziehe bewusst die Zulieferbetriebe ein – neu orientieren müssen? Zweiter Vizepräsident André Wendt: Herr Staatsminister, bitte. Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Es ist richtig, dass wir dieses Thema und Sachsen ganzheitlich betrachten müssen; denn die Auswirkungen auf die Zulieferindustrie sind bei dieser Diskussion stärker zu berücksichtigen als nur der Blick auf die MOEMs selbst. Die Zahlen, die deutschlandweit genannt wurden, klingen dramatisch. Deshalb können wir aufgrund der Studie, die wir durchgeführt haben, sehen, dass die Auswirkungen für Sachsen nicht so dramatisch eingeschätzt werden, weil wir anscheinend besser aufgestellt sind. Das besagt auch die Einschätzung der Unternehmen selbst. Ich habe schon auf das Gutachten hingewiesen, in dem über 80 % der Unternehmen aus der Zulieferindustrie die Beschäftigungsperspektive als gut und stabil bezeichnen. In der Studie selbst ist noch einmal gerechnet und eine Analyse gemacht worden, inwieweit der Anpassungsdruck zu konkreten Änderungen bei Arbeitsplätzen führt. Es sind circa 12 % der direkten Zulieferunternehmen ermittelt worden, die unter erheblichen Anpassungsdruck kommen werden. Das heißt aber nicht automatisch, dass jede Stelle in den Unternehmen infrage steht, sondern die konkrete Stelle. Es geht konkret um 5 100 Stellen, die laut dieser Studie wegfallen könnten. Das ist im Kontext der gesamten Größenordnung deutlich moderater als zum Beispiel die bundesweite Zahl. Ich will auch darauf hinweisen, dass sich das Thema Mobilität nicht nur auf die Frage von Zulieferer und Produktion bezieht. Wir werden in Zukunft auch neue Geschäftsmodelle haben, weil sich die Automobilbranche darauf einstellt, dass sich das Nutzungsverhalten des Kunden verändert, und dementsprechend heißt das nicht automatisch, dass es in Zukunft weniger Arbeitsplätze sind, sondern es sind andere Arbeitsplätze. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank, Herr Staatsminister. Ich erteile der AfD das Wort; Herr Peschel, bitte.

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