Valentin Lippmann
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Nun ja, Sie haben bedauert, dass es keine Opfer gegeben hat, die Politiker waren. Daraus kann man seine Umkehrschlüsse ziehen. Herr Wippel, Sie haben das jetzt klargestellt. Sie reklamieren für sich etwas, nämlich, dass Sie sich im Nachhinein von etwas distanziert haben, was Sie getan und was Sie gesagt haben. Was ich feststelle, ist, dass Sie das gegenüber der Staatsministerin der Justiz nicht sein wollen: nämlich, dann auch in der Lage zu sein zu sagen: Okay, wenn ich für mich reklamiere, ich habe Fehler gemacht, ich stehe dazu, habe mich distanziert – und dann soll man es dabei auch bewenden lassen. Genau das tun Sie ja nicht – Sie tun das genaue Gegenteil. Sie haben mit Ihrer Kurzintervention jetzt gerade wieder eineindeutig bewiesen, dass das, was Sie machen, bigott ist. Sie nehmen sich Dinge heraus, Sie zündeln, Sie hetzen, Sie sagen gern, oh, wir sind zurückgerudert, ich habe mich distanziert – aber Sie zeigen mit dem Finger auf eine Staatsministerin, weil sie vor 25 Jahren in einer Punkband gespielt hat zu Texten, an die sie sich wahrscheinlich selber gar nicht mehr erinnern kann. Das zeigt doch die Bigotterie Ihres Tuns. Vielleicht sollten Sie sich wirklich mal an die eigene Nase fassen oder anderenfalls schweigen. Danke. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN, der SPD und des Staatsministers Wolfram Günther) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Vielen Dank. Wir fahren in der Rednerreihe fort. Herr Richter von der SPD, bitte schön.
