Timo Ahr
Herr Becker, den kurzen Ausflug in die Automobilindustrie kann man jetzt so mitnehmen. Ich will nur noch mal sagen, dass Sie keine einzige Frage, die ich eben gestellt habe in Bezug auf Ihr Konzept oder Ihre Lösungen zur Sicherung der Stahlindustrie, beantwortet haben. Die Frage war, wie Sie sich vorstellen, wie dieser Kurs, der jetzt beschritten wurde, umgedreht werden soll. Ich hatte Ihnen eben fünf, sechs Fragen gestellt. Ich kann sie Ihnen gerne noch mal zukommen lassen. Wie soll das jetzt den Menschen helfen? Und dann will ich Ihnen noch etwas sagen: Diese Klimathemen und -gesetze haben nicht wir hier im saarländischen Landtag gemacht. Wir haben immer damit gelebt zu sagen, dass wir am Ende für die Menschen hier vor Ort das Beste rausholen müssen. Wenn Brüssel und Berlin ein Gesetz machen, dann können wir uns dagegen wehren, wir können darüber diskutieren, wir können Einfluss üben. Aber am Ende müssen wir dafür sorgen, dass die Menschen hier ihren Job behalten. Das steht als oberste Priorität. Ich kann Ihnen eines sagen, auch im Bereich der Automobilindustrie haben wir es gemacht und werden es auch weiterhin machen. Schauen Sie sich die Unternehmen an, die gerade umstellen. Es wird am Ende der Markt, den Sie ja so anpreisen, entscheidend dafür sein, was abgesetzt wird. Wenn der Markt am Ende dazu führt, dass die Absatzzahlen der E-Autos in China und sonst wo, wo die Absatzmärkte eben explodieren, am größten sind, dann werden sich die OEMs umstellen. Die Entscheidung haben die Unternehmen getroffen. Darüber kann man diskutieren und man kann es kritisch sehen, aber da ist eine Entscheidung getroffen worden. Sie können immer noch mal sagen, dass Sie die Rolle rückwärts machen würden, aber damit ist keinem Menschen, der in diesen Branchen arbeitet, geholfen. Es geht darum, die Jobs zu sichern und nach vorne zu gucken und nicht immer nur nach hinten zu schauen, um eine Beschreibung von Dingen zu machen, die nicht mehr sind, Herr Becker. (Beifall von der SPD.)
