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Sascha Haas

SPD 16.09.2026 Sitzungen 17/51

Vielen Dank. Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte nur auf ein paar Punkte von Herrn Dörr eingehen. Das eine ist, Sie kennen mich nicht. Das andere ist Folgendes: Sie erheben sich über mich und sagen, ich hätte jemandem die Schuld gegeben, dass ich keinen internationalen Schülerund Jugendaustausch gemacht habe. Das habe ich aber in meiner Rede nicht getan, sondern ich habe erklärt, wie es vielen jungen Menschen geht, wenn sie vielleicht aus einer sozial schwächeren Familie kommen oder aus einer Familie, in der sie nie die Gelegenheit hatten, an einem internationalen Schüler- und Jugendaustausch teilzunehmen. Und ja, ich gehöre zu dieser Gruppe und deswegen finde ich es wirklich nicht in Ordnung, dass Sie sich hier hinstellen und sagen, ich hätte anderen Menschen daran die Schuld gegeben. Das ist eine Lebensrealität, die Sie nicht kennen, aber die es in diesem Land gibt. Ich arbeite mit meiner Fraktion dafür, dass andere Kinder und Jugendliche diese Lebensrealität nicht leben müssen, sondern dass sie die Chancen haben auf einen internationalen Schüler- und Jugendaustausch. (Beifall von der SPD.) Das Zweite ist: Ich habe in meiner Rede die AfD nicht ein Mal erwähnt, nicht ein Mal. Was ich gesagt habe, ist: Es gibt Leute, die Europa auseinanderdividieren wollen. Ich habe gesagt, dass Nationalisten daran interessiert sind, dass man diese Begegnungen nicht mehr hat. Wenn Sie sich als Josef Dörr und als AfD-Fraktion angesprochen fühlen, dann haben Sie sich hier entlarvt, dann zeigen Sie damit wieder deutlich, wie Sie zu Europa und zur Europäischen Union stehen. (Abg. Dörr (AfD): Lächerlich!) Deswegen danke ich Ihnen für Ihren Wortbeitrag, denn der hat, glaube ich, den Saarländerinnen und Saarländern wieder klargemacht, wie Sie zu Europa stehen. (Beifall von der SPD.) Der dritte Punkt ist folgender: Ich finde es respektlos gegenüber all den Menschen, die sich seit Jahren an mehreren Orten in Europa tref- (Abg. Haas (SPD)) fen und die darüber beraten, wie man das in Deutschland länderübergreifend machen kann, weil wir eben in jedem Land ein anderes Bildungssystem haben. Aus allen Fraktionen arbeiten sie gemeinsam daran. Es waren Kolleginnen und Kollegen aus der SPD, der CDU, der CSU, der FDP, von den GRÜNEN dabei. Wir haben gemeinsam über mehrere Jahre diesen Appell erarbeitet, weil wir ein echtes Interesse daran haben. Ich habe das heute eingebracht, weil gerade jetzt in Europa die Haushaltsverhandlungen losgehen und weil es gerade jetzt wichtig ist, dass wir aus dem Saarland heraus über den Bundesrat - ich stehe auch mit allen Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Landesparlamenten in Kontakt - gemeinsam mit allen Bundesländern der Bundesregierung den Auftrag mitgeben: Bitte, kämpft in Brüssel für mehr Geld für Erasmus+, damit mehr junge Menschen davon partizipieren und an so einem Austausch teilnehmen können. Das hat nichts mit Wahlkampfgetöse zu tun, sondern das hat etwas mit überzeugten Europäerinnen und Europäern zu tun, die dafür kämpfen wollen, dass junge Menschen Europa leben können. - Vielen Dank und Glück auf! (Beifall von der SPD und bei der CDU.)

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