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Friedrich Josef Dörr

AfD 16.09.2026 Sitzungen 17/51

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Es handelt sich hier um einen Antrag, eingebracht von der SPD-Landtagsfraktion, der Mehrheits- (Abg. Dörr (AfD)) fraktion, der sich an die Landesregierung, die SPD-Alleinregierung richtet, und an die Bundesregierung, an der die SPD ebenfalls beteiligt ist. Das heißt, es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder machen sie nichts und man muss ihnen auf die Sprünge helfen oder es ist vielleicht gar nicht nötig und man will nur zeigen, wie international und toll man aufgestellt ist. Dann ist es praktisch ein Schaufensterantrag, eine Wahlpropaganda. Ich glaube eher, dass es das Letzte ist. Wenn ich mir den Vortrag des Kollegen Haas vergegenwärtige, der sagte, dass er in seiner Jugend nicht an solchen internationalen Treffen teilgenommen hat, und der unterschwellig mitgibt, es sei jeder schuld, nur er selbst nicht, (Zuruf des Abgeordneten Haas (SPD).) und wenn wir als enge Nationalisten dargestellt werden, die gegen solche Austausche seien, dann muss ich doch ein paar Dinge richtigstellen. Mein Kollege Schaufert ist verheiratet mit einer Polin, die inzwischen Deutsche ist. Zu meiner Person: Mein Vater war Bergmann. Ich bin also nicht in einer reichen Familie aufgewachsen, die mich zum Beispiel in die Schweiz ins Internat geschickt hätte, aber ich war schon mit 16 Jahren bei einem Lehrgang in Bordeaux am Centre régional d’education physique et sportif dabei, und zwei Jahre später wurde ich in Mandressur-Vair als französischer Reiseleiter für Jugendgruppen ausgebildet. Später habe ich bei meiner Familie einfach mal angefangen. Ich habe nicht gewartet, bis mich irgendjemand führt. Meine vier Söhne haben alle das französische Abitur und sind mindestens zwei- bis fünfsprachig. Ich will nicht einzelne Dinge aufzählen, aber sie waren zum Beispiel bei den Louveteaux, so heißen bei den französischen Pfadfindern die Wölflinge, sie waren auch bei den Boys Scouts bei der amerikanischen Armee in Zweibrücken. Sie haben Kurse in England gemacht und so weiter und so fort. Der Kollege Haas sagt, es solle nicht schulabhängig sein. Ich war Leiter einer Schule. Heute sagt man Förderschule Lernen. Wir hatten eine gut funktionierende Partnerschaft mit einer französischen Schule, dem Collège Tucquegnieux. Wir haben zusammen Ferien in den Vogesen und Berufsvorbereitung in Tour gemacht. Es waren auch Luxemburger und Portugiesen dabei. Ich will es dabei belassen. Ich könnte es noch weiter ausführen. Wir lieben Internationalität und wir haben diese Erfahrungen, die Sie uns beibringen wollen, schon längst und hatten sie schon vor 50 Jahren. Ich fasse zusammen: Natürlich ist ganz wichtig, dass wir einen Austausch mit unseren Nachbarn, aber nicht nur mit ihnen haben. Das ist auch ganz wichtig für die Erziehung der Kinder. Ja, es ist wichtig, dass sie andere Kulturen, andere Sprachen lernen und sich selbst in dieser Gemeinschaft von Völkern finden. Das ist wichtig, aber es ist wichtig, dass man es tut, nicht, dass man nur darüber nur redet. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)

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