Dr. Magnus Jung
Ich hatte eben in meinen Ausführungen gesagt, dass ich Ihnen sehr wohl zubillige, dass Sie sich in Ihrem beruflichen Leben für Kinder mit Behinderungen engagiert haben, dass Ihnen dieses Thema sicherlich am Herzen liegt und dass Sie in Ihrem beruflichen Leben sicherlich auf den einen oder anderen erfolgreichen Einsatz in dem Bereich zurückblicken können. Das hat aber nichts damit zu tun, dass Ihre Partei - ich habe einzelne landes- und bundespolitische Äußerungen zitiert - ganz überwiegend für das Gegenteil dessen steht, was die Grundüberzeugung ist, die hinter dieser Novelle des Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetzes steht. Darauf hinzuweisen war mir wichtig, weil auch jeder Mensch mit Behinderung für die Zukunft wissen muss, um was es geht, wenn politische Entscheidungen getroffen sind: Ob es darum geht, dass alle als gleichwertige Teile der Gesellschaft anerkannt werden und dass sie auch gemeinsam in dieser Gesellschaft leben sollen, oder ob es wieder darum geht, dass die einen normal sind und die anderen nicht und die einen aussortiert werden und die anderen ansonsten das gesellschaftliche Leben führen. Das ist die große Frage, um die es beim Thema Inklusion in Zukunft geht. Ich glaube, es war wichtig, darauf heute hinzuweisen. - Danke schön. (Beifall von der SPD.)
