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Dagmar Heib

CDU 20.05.2026 Sitzungen 17/48

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Wir debattieren über den Antrag der AfD, der in unterschiedliche Punkte aufgeteilt ist. Herr Schaufert, Sie haben sie ausgeführt. Lassen Sie mich kurz etwas dazu sagen, ich will aber kein weiteres Fachseminar dazu halten. Wir könnten über vieles diskutieren. Wir könnten darüber diskutieren, dass die starke Population der Wildschweine, die es als Kulturfolger, die sie sind, in die Städte zieht, ihren Ursprung darin hat, dass die Population außerhalb der Kommunen, der Städte, Dörfer so entstanden ist, wie sie ist. Darüber könnten wir, glaube ich, auch stundenlang diskutieren. Der Aspekt, den Sie ansprechen, im Hinblick auf Nachtsicht-, Nachtzieltechnik betrifft diesen Punkt, dass die Bejagung in den Jagdgebieten pragmatisch und praxisorientiert erfolgen kann. Die Forderung nach einer Ausweitung der Nachtzieltechnik ist grundsätzlich sinnvoll. Sie haben es selbst angesprochen. Es gab bereits 2025 eine Initiative des Bundesrates. Sie hat dazu geführt, dass es schon einen Gesetzentwurf im Bundestag gibt. Von daher erübrigt sich Ihr Antrag, weil das ja schon geschehen ist. Es gibt die Bundesratsinitiative und daraus gibt es einen Gesetzentwurf, der in den Bundestag eingebracht wurde, der also bereits vorliegt. Es ist die Bundestagsdrucksache 21/893. Sie wird auch vom Jagdverband und von den entsprechenden Vertretungen begrüßt. (Abg. Heib (CDU)) Auch von mir wird diese Initiative begrüßt und ich möchte kurz auf Folgendes verweisen: Der Koalitionsvertrag in Berlin zwischen CDU, CSU und SPD hat zum Beispiel für das Waffenrecht festgehalten: „Wir bekämpfen illegalen Waffenbesitz und evaluieren unter Einbeziehung aller Betroffenen und Experten das Waffenrecht umfassend und entwickeln es bis 2026 fort, unter den Maßgaben, es praxisorientierter und anwenderfreundlicher zu machen und die Verhältnismäßigkeit zu wahren, (…)“. All dies zielt darauf - das lese ich daraus -, dass genau dieser Gesetzentwurf, so, wie er jetzt im Bundestag vorliegt, auch dort einfließen wird und dass man zu Änderungen kommen wird. Das heißt für mich - das unterstreiche ich -, dass künftig fest montierte Nachtzielgeräte mit eingebauten Hilfsmitteln zum Anvisieren eines Ziels genauso wie die Montage von Infrarotaufhellern, Taschenlampen oder ähnlichen Lichtquellen an Waffen für Jäger erlaubt sein sollen. Genau das, was Sie beabsichtigen, ist im Doing. Von daher geht Ihr Antrag ins Leere und ist deshalb von unserer Seite nicht zu unterstützen. Ihm wird also nicht zugestimmt werden. Der zweite Aspekt, den Sie ansprechen, die Jagd mit Bogen und Armbrust, ist nicht so einfach. Sie wissen haargenau, diese Frage ist tierschutzrechtlich umstritten. Es ist nicht so, dass es damit den absolut sicheren Schuss gibt. Es braucht auch einen Kugelfang für die Projektile. Wir wissen auch, dass sich die Trefferfläche bei diesen Waffen verkleinert. Wenn ein solcher Bolzen oder ein Pfeil auf einen Knochen trifft, führt das zu Abprallern. Die Tiergerechtigkeit und die Waidgerechtigkeit sind mit dieser Jagdmethode überhaupt nicht gegeben. Aus diesem Grund ist sie auch im Waffenrecht nicht zulässig. Das ist umstritten und von daher unsererseits nicht zu unterstützen. Die Zielorientierung, die Zielrichtung, die Sie haben, wird nicht dazu führen, dass es bei der Frage, wie gejagt werden kann, besser werden wird. Wir haben die Situation - wir haben das erfahren -, dass es eine Sondergenehmigung für den Einsatz eines Saufangs gibt. Sie wird Kommunen zugesprochen. Das ist eine Möglichkeit. Darüber kann man trefflich streiten, man kann darüber diskutieren. Ich denke, es ist eine sinnhafte Möglichkeit. Wir müssen daran arbeiten. Wenn die Evaluierung da ist und eine Reform durchgeführt wurde, werden genau diese Methoden möglich sein, um in den Revieren Jagd auf Schwarzwild zu betreiben und dort so zu jagen, dass es effektiv ist. Die Jugend muss bejagt werden. Das mag mancher nicht gerne hören, aber es ist hauptsächlich im Jugendbereich zu bejagen, um die Population nach unten zu bringen. Ich denke, das ist eine sinnhafte Möglichkeit und wir arbeiten alle mit, dass das für die Jägerschaft möglich wird und somit die Jagd praxisorientiert, waidgerecht und tierschutzgerecht weiterbetrieben werden kann. Ich schließe nicht nur gerne mit einem Glückauf sondern auch mit einem herzlichen Waidmannsheil! - Danke. (Abg. Theobald (CDU): Waidmannsdank! - Beifall von der CDU.)

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