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Friedrich Josef Dörr

AfD 20.05.2026 Sitzungen 17/48

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Unser Saarland ist unsere Heimat, Deutschland ist unser Vaterland und Europa ist unser Schicksal. Bevor ich zu unserem Schicksal Europa komme, möchte ich zuerst bei unserer Heimat, dem Saarland, bleiben. Dort hat am letzten Sonntag der Fußballverein eines saarländischen Dorfes, die SV Elversberg, gegen die Hauptstadt von Westfalen, Münster, 3:0 gewonnen und ist damit in die Erste Bundesliga aufgestiegen. Das ist ein toller Erfolg, von dem manche sagen, es sei ein Wunder. Wir möchten gemeinsam mit dem ganzen Saarland herzlich gratulieren. Die SV Elversberg hat mit diesem Erfolg das Bild des Saarlandes in Deutschland und vielleicht sogar in Europa angehoben. Dieser Erfolg ist natürlich nicht vom Himmel gefallen. Frank Holzer, ein erfolgreicher Berufsfußballspieler und Unternehmer, führte den Verein zur Blüte. Er wählte die richtigen Leute aus, die mit ihm gemeinsam dieses Ziel entgegen aller Rückschläge zielstrebig und fleißig erreicht haben. Das wäre auch ein Vorbild für unser Saarland. Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns alle, dass die SV Elversberg in der Bundesliga ist und wir dann Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen in Elversberg empfangen können. Das ist ein Image-Fortschritt. Europa ist unser Schicksal. Aber damit Europa nicht unser Alptraum wird, ist die AfD erforderlich. Es wird immer vor der AfD gewarnt, wie es jetzt auch der Kollege von der SPD getan hat. Nein! Die jetzigen Parteien, die die Regierung in Berlin bilden, sind seit 70 Jahren an allen Regierungen beteiligt gewesen. Liebe Kolleginnen und Kollegen von der CDU und von der SPD hier im Landtag, auch Sie sind an allen Regierungen und auch an den Erfolgen beteiligt gewesen. Man kann nicht sagen, dass es in der Europapolitik keine Erfolge gab. Aber die Erfolge sind seit einigen Jahrzehnten sehr dünn und vor allen Dingen stagnieren sie. Es geht nicht vorwärts. Deshalb ist die AfD erforderlich. Ich sage Ihnen jetzt, warum dieses angestrebte in Frieden vereinte Europa nicht funktioniert. Wir konnten uns die ersten Jahrzehnte nach dem Krieg damit brüsten, die EU habe zumindest neue Kriege in Europa verhindert. Vorher war es selbstverständlich, dass es hier Kriege gab. Wir haben zwei europäische Bürgerkriege erlebt. Aber jetzt haben wir wieder Kriege in Europa. Wir hatten die Jugoslawienkriege und nun haben wir den Krieg in der Ukraine, in dem der Kampf um außereuropäische Interessen ausgetragen wird. Auf den Fortgang dieser Entwicklungen haben wir einen sehr geringen Einfluss. Der amerikanische Präsident, der uns sowieso schon fallen lassen und aufgegeben hat, reist nach China - und nicht der chinesische Präsident in die USA - und wird dort mit großem Pomp, wie ich es noch nie gesehen habe, empfangen. Daran können Sie sehen: Das ist der entscheidende Mann. Er sitzt in Peking. Jetzt, nachdem Trump abgereist ist, reist ein anderer an, nämlich Putin. Er ist etwas schwächer als Trump. Er reist wie gesagt an und darf dort auch reden, aber er wird vom Außenminister empfangen, nicht vom Präsidenten. Das ist ein kleiner Unterschied. Und uns Europäer - wer erwartet uns, wer empfängt uns? - Niemand. Wir sind ausgeschlossen. Wir spielen in der Weltpolitik keine Rolle mehr. Wir haben die Chance gehabt beim Fall der Berliner Mauer, als in Europa der Eiserne Vorhang fiel. Wir haben diese Chance nicht genutzt. Der Eiserne Vorhang ist gefallen, die Mauer ist niedergerissen worden, aber die Trennungslinie zwischen Ost und West ist noch da. Sie hat sich nur verschoben. Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Saarländerinnen und Saarländer, die Ukraine gehört zu Europa, Weißrussland auch, Moldawien auch, andere auch. Auch Russland gehört zu Europa. Wenn wir das nicht verstehen und es nicht fertigbringen, in Europa eine Friedensordnung zu schaffen, bei der wir nicht überlegen müssen, welche Bunker wir gegen welche Flugkörper einrichten, damit wir einigermaßen sicher sind, dann haben wir unsere Aufgabe nicht erfüllt. Ich fasse zusammen, weil meine Redezeit vorbei ist. Wir haben hier auf engem Raum auch einiges zu tun. Es geht darum, was wir verbessern können. Mit einiger Selbstständigkeit können wir als Landesregierung auch ohne Berlin einiges tun. Wir haben aber auch eine Aufgabe. Sie haben Vertreter in Berlin, es ist Ihre Aufgabe, darauf hinzuwirken, dass Deutschland eine europäische Friedenspolitik führt für ein starkes Europa in der Welt. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)

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