Friedrich Josef Dörr
Frau Präsidentin, ich bitte um Entschuldigung. Ich habe das wirklich verpasst. Ich habe ohnehin nur drei Minuten, es dauert also nicht lange. - Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Wir haben es hier mit einer wichtigen Sache zu tun. An den Schulgebäuden stand früher „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“. Es geht in der Schule also nicht nur um Wissensvermittlung, sondern auch um die Vermittlung von Können. Wiederbelebung ist eine ganz wichtige Sache, die man auch im späteren Leben gebrauchen kann. Die Kinder sehen das durchaus ein und machen das auch gerne. Deshalb werden wir den Antrag der CDU unterstützen. Was uns heute in der Sitzung allerdings auffällt: Die CDU ist ja so eine Art „Halbopposition“. Ich habe es schon einmal ausgeführt: Die CDU war vor dieser Legislaturperiode in der Regierung und wird, wenn der Wähler das nicht verhindert, auch wieder in der Regierung sein. Deshalb finde ich es schon etwas schäbig, wie die SPD-Fraktion vorgeht, die wohl meint, im Fall, dass die CDU Ideen hat, mit denen sie eine Sache voranzubringen glaubt, der CDU die Schau stehlen zu müssen. So sehe ich das zumindest von außen. Die SPD bringt dann gerne einen zusätzlichen Antrag ein, den sie auch durchbringt, während sie den Antrag der CDU ablehnt. Wir jedenfalls werden dieses Spiel nicht mitmachen. Der Antrag der CDU ist auch nicht vollkommen, er ist aber ja auch keine Gesetzesvorlage, sondern ein Beschlussantrag, eine Aufforderung an die Regierung. Daran könnte man auch Änderungen vornehmen und ihn verbessern, zum Beispiel im Sinne des Antrags der SPD. Die CDU hat nun also diese Initiative ergriffen, hat die Arbeit, diesen Antrag zu stellen, nicht gescheut. Er ist ein Schritt nach vorne, deshalb stimmen wir dem CDU-Antrag zu. Den SPD-Antrag lehnen wir ab. (Beifall von der AfD.)
