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Friedrich Josef Dörr

AfD 29.04.2026 Sitzungen 17/47

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! In drei Minuten kann ich das Ganze nur holzschnittartig darlegen. Es ist ein sehr wichtiges und schwieriges Thema, aber ich werde versuchen, einige Stichworte zu liefern. Zuerst einmal hat der Gesundheitsminister mit Recht gesagt: Jeder kann behindert werden. Ich sage noch dazu, dass es sowieso jeder ein klein wenig in verschiedenen Gebieten ist. Wir haben fast alle Brillen und sind damit sehbehindert, aber es gibt auch stärkere Behinderungen aller Art, die uns erschweren, am normalen Leben teilzunehmen. Das ist eine Aufgabe. Jeder hat vermutlich jemanden in der Familie, der behindert ist, wenn er die Familie groß genug fasst. Vielleicht sind es alte Menschen, die behindert sind. Die wenigsten werden behindert geboren, behindert wird man durch einen Unfall oder durch eine Krankheit und so weiter. Barrierefreiheit ist ein Stichwort, das man nicht nur so verstehen kann, dass man eine Treppe hat und jemand, der gehbehindert ist, diese Treppe nicht hochkommt. Barrieren gibt es auch (Abg. Dörr (AfD)) seelischer oder geistiger Art. In allen Bereichen des Lebens gibt es Barrieren und Schranken, die wir als Politiker versuchen müssen abzubauen. Wir wollen immer sachlich bleiben und deshalb muss man die saarländischen Regierungen der vergangenen Jahre loben. Im schulischen Bereich hat die Sorge für unsere Behinderten Früchte getragen. Ich habe, wenn ich aus meiner eigenen Erfahrung berichten darf, über 40 Jahre in einer Förderschule für behinderte Kinder gearbeitet und auch mit anderen Behinderten zu tun gehabt. Ich habe das als sehr erfüllende Aufgabe gesehen. Natürlich ist es noch ein weiter Weg, das Bewusstsein der Bevölkerung und das Bewusstsein der Politiker in diese Richtung zu lenken Ich empfehle, einmal in das Königreich Spanien zu schauen. Dort hatten die behinderten Menschen den Glücksfall, dass die spanische Regierung vor zig Jahren die Idee hatte, die Staatslotterie, die sehr einträglich ist - wie bei uns Lotto und Toto -, den blinden Menschen zu übergeben. Die Lotterie ONCE, was auf Deutsch elf heißt, ist in den Händen blinder Menschen. Diese blinden Menschen sind die Lobby der Behinderten in Spanien. Wenn Sie nach Spanien kommen, dann sehen Sie die abgeflachten Bordsteine, Rampen neben jeder Treppe, die entsprechend umgestalteten Toiletten und so weiter. Das ist dort schon sehr viel besser geregelt als bei uns. Gute Sachen kann man sich abschauen, wenn sie woanders schon verwirklicht sind. Herr Kollege Scharf, seien Sie getrost, was die AfD betrifft. All die bestehenden Missstände wurden nicht von der AfD fabriziert, sondern von denjenigen, die jetzt dran sind. Das sind die CDU und die SPD, aber auch die anderen, die gerade nicht dran sind, es aber früher einmal waren. Das waren diejenigen, die die Defizite fabriziert haben, und nicht die AfD. Wir sind für unsere behinderten Menschen, weil sie zu uns gehören. - Herzlichen Dank! (Beifall von der AfD.)

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