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Friedrich Josef Dörr

AfD 18.03.2026 Sitzungen 17/46

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Ich habe vor Kurzem in der Zeitung gelesen, dass unser öffentlicher Personennahverkehr so toll ist. Das hat Frau Berg in einem Interview dargestellt. Ich kann das mit vielen Saarländern nicht teilen. Ich will jetzt nicht sagen, das ist ein Totalschaden - es gibt kleine Lichtblicke -, aber es ist schon ganz schlimm mit unserem öffentli- (Abg. Dörr (AfD)) chen Personennahverkehr. Es ist auch schlimm mit unseren Straßen und Brücken. Warum klappt das mit dem öffentlichen Personennahverkehr nicht? Das habe ich schon vor über 20 Jahren einmal oben im Schloss gesagt. Das ist so, weil diejenigen, die zu bestimmen haben, was mit dem öffentlichen Personennahverkehr geschieht, ihn gar nicht selbst benutzen. Sie haben gar kein Interesse daran. Das ist nur Augenwischerei. Da passiert nichts. Wir haben, glaube ich, 17 Unternehmen, die koordiniert werden müssen. Das wird nicht klappen und es klappt deshalb nicht, wie gesagt, weil die Entscheidungsträger diesen öffentlichen Personennahverkehr nicht benutzen. Bei den Straßen ist es nicht viel anders. Die wirklichen Entscheidungsträger fahren nicht selbst, sie werden gefahren und werden auch nicht gerügt, wenn sie fünf Minuten später kommen, weil sie selbst der Chef oder die Chefin sind. Denen macht es nichts aus, wenn sie einmal zehn Minuten länger im Auto sitzen. Sie können sich entspannt zurücklehnen, bis Sie am Zielort angekommen sind. Die anderen müssen das aushalten, was sie morgens vorfinden, nämlich Baustellen, oft auch unverhoffte. Wenn zum Beispiel irgendwo die Straße einmal für eine Stunde überflutet ist, dann ist sie sechs Tage gesperrt. Das ist schon schlimm. Die CDU stellt jetzt einen Antrag und schlägt eine Lösung vor, der ich nicht zu sehr vertraue, weil ich die Gefahren sehe, die damit verbunden sind, und auch die Schwierigkeiten. Aber die SPD, die praktisch angesprochen ist, sagt, es ist alles picobello. Da sagen wir von der AfD, dann probieren wir doch einmal, diesen Antrag von der CDU durchzuführen. Probieren wir das doch einmal! Man muss doch nicht, wenn irgendein Vorschlag kommt, gleich fünf oder zehn Probleme sehen, die vielleicht mit dem Vorschlag zusammenhängen. Man kann es doch einfach mal probieren. Allen, die wirklich den großen Umschwung machen und die Sache besser machen wollen, empfehle ich morgens von 5 bis 6 Uhr CCTV 4 zu schauen. Das ist ein chinesischer Sender. Die bringen Nachrichten - - (Lachen bei der SPD.) Sie lachen, aber es gibt 1,4 Milliarden Chinesen und für diese gibt es einen Sender, der auch in die Welt sendet. Dort werden Dinge gezeigt, die zum Beispiel die ARD nicht sendet. Es werden zum Beispiel Bilder aus China gezeigt. Ich war einmal in China, das ist schon ein paar Jahre her, aber ich weiß von den Medien, dass vor 30 bis 40 Jahren das Stadtbild von Peking durch Fahrräder geprägt war. Gehen Sie heute dahin und sehen Sie sich die Straßen an, die ich mir, wenn ich die Zeit habe, morgens von 5 bis 6 Uhr anschaue. Sie werden sehen, sie haben dort tolle Straßen, tolle Bahnen und tolle Brücken und sie bauen das alles in Rekordzeit. Zu Coronazeiten haben sie in 14 Tagen ein Krankenhaus gebaut. Wir könnten es einmal umgekehrt machen: Die Chinesen sind vor 30 bis 40 Jahren zu uns gekommen, haben geschaut, wie es in den Bergwerken aussieht und haben das nachgemacht. Jetzt könnten wir zu den Chinesen gehen und gucken, wie sie es machen, dass das so toll klappt. (Sprechen bei der SPD und der CDU.) Wir haben hier einen Antrag von der CDU und wir als AfD sagen: besser das als alles, was wir bisher haben, von dem wir die Früchte schon sehen. Deshalb stimmen wir zu. (Beifall von der AfD.)

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