landtag-saar.de ↗

Friedrich Josef Dörr

AfD 18.03.2026 Sitzungen 17/46

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Die Gesundheit unserer Frauen muss für uns alle ein wichtiges Gut sein, auch für die Männer. Männer leben ja nicht allein unter Männern, sondern Männer leben natürlich mit Frauen zusammen, mit der Mutter, mit der Tochter, mit der Schwester und so weiter. Deshalb ist es ganz wichtig, dass man die richtige Arznei, die richtige Behandlung und die richtige Vorbeugung für die Frauen findet. Es ist schön, dass man hört, dass im Saarland schon einiges in dieser Richtung gemacht worden ist. Schade ist übrigens, dass bei diesem Antrag über so ein wichtiges Thema die AfD-Fraktion nicht eingebunden worden ist. Also scheint es ganz so wichtig dann doch wieder nicht zu sein. Vielleicht ist es doch noch wichtiger, die Parteiräson in den Vordergrund zu stellen. (Sprechen.) Es ist unserer Ansicht nach wirklich sehr wichtig, die Gesundheit unserer Frauen zu schützen und zu fördern. Allerdings muss ich dazu sagen, dass es damit nicht genug ist. Es ist nur ein Teil. Es ist gut, dass man nach langen Jahrhunderten - Teileinsichten gab es immer - endlich wirklich bewusst an dieses Problem herangeht und die Forschung verstärkt. Aber im Grunde ist es nur ein Teil auf dem Weg zur persönlichen Gesundheitspflege. Denn es ist uns allen klar, dass die Gesundheit eines Kindes von zehn Jahren ein anderes Problem ist als die eines Mannes von 30 Jahren oder eines anderen Mannes von 90 Jahren. Das sind verschiedene Probleme, die da auftauchen. Dasselbe gilt für Frau. Das heißt, es ist auch nicht nur ein Unterschied zwischen Mann und Frau, es ist auch ein Unterschied im Alter. Ich könnte noch eine Kategorie anfügen, nämlich den Unterschied von Nichtbehinderten - behindert sind wir alle mehr oder weniger - zu Schwerbehinderten. Sind sie anfälliger als andere gegenüber bestimmten Krankheiten? Auch das ist ein Gesichtspunkt. All dieses außer Acht gelassen gilt: Jeder Mensch ist anders. Ich habe es schon einmal hier vorgetragen, als ich gesagt habe, die Arzneimittelindustrie nimmt darauf in gewisser Weise schon Rücksicht. Es gibt zum Beispiel Tabletten gegen Bluthochdruck. Nach einer gewissen Zeit wird man gefragt, wie sie anschlagen und ob es Nebenwirkungen gibt. Wenn es Nebenwirkungen gibt, hat man andere Sorten von Tabletten gegen Bluthochdruck. Da macht man ja schon Unterschiede, nur ist das sehr grob und sehr unvollständig. Es wäre wichtig, dass man nicht nur die geschlechtermäßigen Unterschiede beachtet, sondern überhaupt die persönlichen Unterschiede. Das ist eine riesige Forschungsaufgabe. Wenn die Forschung dann Ergebnisse hat, ist es eine riesige Aufgabe, diese Ergebnisse anzuwenden. Wir von der AfD haben es schon einige Male gesagt und hier auch schon beantragt, dass das Saarland in diesem Gebiet auch Vorreiter sein könnte. Wir haben kohlpharma, Ursapharm in Elversberg und jetzt kommt auch noch Vetter. Man müsste es doch organisieren und bündeln können, dass man hierfür ein Zentrum hat. Dann würden sich alle Leute nach dem Saarland richten und gucken, was das Saarland macht, weil das Saarland Vorreiter ist. Da müsste man auch für die Anwendung hier ein Zentrum haben. Dann wären wir auf diesem Gebiete wirklich auf dem neuesten Stand und fortschrittlich. Wir mahnen an, dass wir das nicht aus dem Auge verlieren und wir es nicht bei dieser Geschlechterverschiedenheit und der Bekämpfung belassen, sondern dass wir das Thema weiter sehen. - Herzlichen Dank! (Beifall von der AfD.)

Alle Reden von Friedrich Josef Dörr Protokoll ↗