Friedrich Josef Dörr
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Respekt voreinander haben, das sollten wir zunächst hier vorleben, bevor wir es außerhalb versuchen. Ich denke, Herr Kollege Scharf, es hat bei Ihnen eben an Respekt vor einem Mann gemangelt, der sich immerhin die Mühe gemacht hat, einen Vorschlag zu machen und das der Fraktion auch vorgestellt hat. Die Fraktion hat das hier vorgebracht. Die Fraktion sind nicht zwei, sondern drei Leute. Einer davon ist heute dienstlich unterwegs. Dann müsste man den Respekt haben, dass man einfach sachlich das auflistet, was man für falsch oder für nicht so gut hält, und das andere dagegenstellt, was man für besser hält. Aber mit unberechtigten Diffamierungen und Anklagen sind auch wir in diesem Hause keine Vorbilder. Wir leben alle innerhalb der Bevölkerung, wir wohnen nicht in einer Wagenburg. Es gibt eine große Unzufriedenheit über unser Gesundheitswesen, das ist nun mal eine Tatsache. Es ist auch eine Tatsache, dass viele Krankenhäuser in den letzten Jahren geschlossen worden sind. Das ist ein Verlust an Wohnortnähe. Das ist eine Tatsache und es ist auch eine Tatsache, dass weitere Krankenhäuser gefährdet sind. Das heißt also, wir haben ein Problem und dieses Problem muss gelöst werden. Das ist kein bürokratisches Problem, das ist ein Problem in der Welt, in der wir leben. Wir haben vorgeschlagen, dass man die Lösung dieses Problems auf eine breite Grundlage stellt. Was die Finanzierung betrifft, haben wir hier schon öfter gesagt, dass das genauso wie im Bildungswesen ist: Das ist ein Grundrecht, das ist eine Grundbringschuld des Staates. Das gilt auch für das Gesundheitswesen und im Ernstfall muss es auch etwas kosten dürfen. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
