Friedrich Josef Dörr
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Ich liebe auch das Saarland, und ich liebe es schon sehr lange. Schon seit ich denken kann, liebe ich meine Heimat, das Saarland. Ich wäre froh, könnte der Sprecher einer Regierung hier sagen: Wir hier im Saarland, wir sind glücklich, wir sind wohlhabend, wir sind gesund. Unsere Männer und Frauen, so sie denn wollen, arbeiten. Sie haben einen Beruf, der sie erfüllt. Sie verdienen so viel Geld, dass ihre Familien gut und anständig leben können. Alte, Rentner, die nach langem Arbeitsleben in den Ruhestand getreten sind, können mit dem gleichen Lebensstandard weiterleben. Sie können würdig leben, müssen nicht nur von Brot und Wasser leben, sondern können normal gut essen und sich auch einmal einen Besuch im Restaurant leisten. Ihren Enkeln können sie zu Weihnachten auch einmal ein Geschenk machen. Hier im Saarland sind Jugendliche, die gerne in die Schule gehen und dort auf gut ausgebildete Lehrer treffen, die es gut mit ihnen meinen. Die Jugendlichen bereiten sich auf einen Beruf, den sie sich selbst ausgesucht haben und der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht, vor. Und die Frauen können sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an jedem Ort in unserem Lande bewegen, ohne Angst zu haben. Leute, die im einen Teil des Landes wohnen und in einen anderen Teil des Landes möchten, können sich auswählen, ob sie mit dem Auto fahren, ob sie mit dem Bus oder mit dem Zug fahren. Wir haben Krankenhäuser, die, wenn Leute in Not und krank sind, zeitnah die erforderlichen Behandlungen einleiten können. Und so weiter und so fort. Leider Gottes ist das aber nicht so. So ähnlich habe ich es hierzulande schon erlebt. Damals war das Saarland zwar viel ärmer, aber damals habe ich das so ähnlich erlebt. Jetzt ist das Saarland aus den Fugen geraten. Daran ist nicht Herr Schaufert schuld, der hier die Finger in die Wunde gelegt hat, der Wahrheiten ausgesprochen und Tacheles geredet hat. Deshalb haben Sie sich ja aufgeregt. Daran ist aber nicht Herr Schaufert schuld, daran ist auch nicht die AfD schuld. Es sind diejenigen schuld, die seit Jahrzehnten Verantwortung für unser Land tragen. Ein Teil davon entfällt auf die SPD-Alleinregierung, die seit fast vier Jahren hier regiert. Mein Kollege von der CDU hat es ja auch gesagt: Es kommt nichts. Alle diese Pflästerchen hier und Pflästerchen dort, das haben wir früher nicht gekannt, das haben wir früher auch alles nicht gebraucht. Das bringt nicht viel, wenn die grundlegenden Dinge nicht geregelt sind. Grundlegende Dinge sind eine gute Ausbildung, ein gutes Gesundheitswesen, Sicherheit in allen Situationen und so weiter; ich könnte das jetzt noch näher ausführen. Das ist es, was wir anstreben sollten. Es muss auch in diesem Haushalt sichtbar werden, dass wir das wollen, dass wir nicht nur an den Dingen herumpflastern wollen - und es wird doch nichts besser. Das wollte ich nur einmal gesagt haben. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
