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Friedrich Josef Dörr

AfD 12.11.2025 Sitzungen 17/42

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! (Abg. Dörr (AfD)) Herr Wagner, Sie haben das so dargestellt, wie es sein soll. Das kann man ja unterschreiben. Wo Sie in der Schule zu Besuch waren, da waren Gäste da. Da wird ein Lehrer nicht hingehen und, sage ich mal, CDU- oder SPD-Parteipolitik machen. Er wird das dann so machen, wie sich das gehört. Glauben Sie mir, es gibt sehr viele Leute, die sich bei mir beschweren. Ich habe ein Schreiben, nur eines von mehreren, da sind 27 Lehrkräfte aus vier verschiedenen Gemeinschaftsschulen aufgezählt, die das-und-das-und-das sagen, aber anonym. Ich kann damit auch nichts machen. Aber es gibt solche Fälle! Ich weiß aus meiner Zeit in der Schule auch, dass Kollegen da nicht so zimperlich waren. Es ist ein schwieriges Abwägen. Ich kann Politik nicht im luftleeren Raum vermitteln. Ich muss mit Dingen arbeiten, aber ich kann mich bemühen, dass das einigermaßen gerecht und gleichmäßig ist und vor allen Dingen, dass nicht eine Partei oder Gruppierung oder rechts oder links oder was auch immer schlechtgemacht wird. Ich habe in meiner Zeit als Lehrer manches erlebt. Ich war eine Zeit lang Lehrer in einem Dorf, und wir hatten einen Pastor, der ein guter Pastor war, ich verehre ihn eigentlich heute noch. Aber in seinem Unterricht hat er zum Beispiel den Kindern erklärt, dass Luther zwei Hörner hatte und einen Pferdefuß. Da sind die Leute zu mir gekommen und haben sich beschwert, dass er das so dargestellt hat. Das gibt es! Und das gibt es auch bei Lehrern, dass sie tatsächlich Parteipolitik machen. Ich möchte nun zum Kollegen Haas kommen. Herr Kollege, Sie haben sich mit Ihrem Beitrag selbst disqualifiziert. Sie haben mir im Grunde genommen recht gegeben. - Herr Haas ist jetzt offenbar draußen, ich sehe ihn im Saal nicht. (Zuruf von der SPD.) Aha, er ist also weg. Es hat ihn doch nicht mehr so interessiert, was ich hier sage. - Jedenfalls hat er sich mit seinem eigenen Beitrag disqualifiziert. Er hat gesagt, dass wir eine Vorlage benutzt haben von einer anderen Fraktion, die dasselbe Problem hatte. Das bestreite ich gar nicht. Dass wir Charlie Kirk weggelassen haben, ist mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen. Aber wenn von Charlie Kirk die Rede ist, dann hätte man zumindest sagen müssen, dass dem Mann in den Kopf geschossen worden ist. Ich finde, das ist doch unerhört! Egal, was er für eine Meinung geäußert hat, in welcher Partei er war und wen der unterstützt hat, kann ich doch nicht einfach darüber hinweggehen, dass man dem Mann in den Kopf geschossen hat! Das ist doch eine ganz üble Geschichte, was mit ihm passiert ist. Seine Frau hat Größe bewiesen. Ich verfolge auch amerikanisches Fernsehen. Sie hat Größe bewiesen. Sie hat am Grabe quasi dem Täter verziehen, sage ich jetzt mal. Sie hat zu Frieden aufgerufen. Ich will noch etwas zu der Demokratie sagen, für die wir unsere Kinder erziehen sollen: Zur Demokratie erziehen kann man am besten, indem man Demokratie vorlebt, und zwar wirklich vorlebt! Das zum einen. Und zum anderen: Demokratie wird nie vom kleinen Mann angegriffen. Die Demokratie wird auch nie von der Opposition gefährdet. Demokratie wird immer von Regierungsparteien gefährdet. Das muss man sich gut merken. Das ist nämlich überall so: Die Demokratie ist nur gefährdet von denen, die die Macht haben und sie nicht gern wieder abgeben möchten. Aber Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, Sie werden wohl nach der nächsten Wahl - deutlich geschrumpft - wieder eine Regierung bilden. Aber Sie werden schon merken, dass die Leute wissen, wer für Demokratie ist und wer die Demokratie nicht so ernst nimmt. - Herzlichen Dank! (Beifall von der AfD.)

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