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Friedrich Josef Dörr

AfD 12.11.2025 Sitzungen 17/42

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Vielleicht hat es Sie erstaunt, dass wir heute einen solchen Antrag einbringen. Sie können sich aber denken, warum - Sie sind in derselben oder einer ähnlichen Situation. Viele Leute wenden sich an Sie, wenn sie Nöte und Sorgen haben, mit denen sie an anderer Stelle nicht weiterkommen. Bei uns als Opposition - gefühlt sind wir die Opposition im Saarland - häuft sich das. An uns wenden sich sehr viele Menschen mit den verschiedensten Problemen, mit den verschiedensten Dingen, was unsere Regierung betrifft, aber auch, was die Landkreise, Städte und so weiter betrifft. Die Leute wissen, dass ich 45 Jahre Lehrer war, davon fast 40 Jahre Schulleiter. Ich bin oder war in dieser Sache drin. Die wenden sich in Schulfragen an mich. (Zuruf des Abgeordneten Commerçon (SPD).) Herr Commerçon, Sie waren Bildungsminister. (Weiterer Zuruf des Abgeordneten Com- merçon (SPD).) Weiter sage ich nichts. - Viele Leute wenden sich an mich und beschweren sich, dass in der Schule nicht nur im Fach politische Gemeinschaftskunde, sondern allgemein Meinung nicht vertreten wird, Meinung aufgestülpt wird, dass die Kinder einer Meinungskampagne ausgesetzt sind. Wie gesagt, ich war selbst Lehrer. Ich habe neben anderen Fächern immer politische Gemeinschaftskunde unterrichtet. Ich war auch von Anfang an politisch tätig. Wer sich informiert hat, hat das gewusst. Im Unterricht hat das aber kein Kind gemerkt. Die Partei ist an mich herangetreten und hat gesagt, man müsste mal und so weiter. - Nein, man musste nie. Bei mir gab es das grundsätzlich nicht. Wenn ich zum Beispiel unterrichtet habe, wie eine Gemeinde und der Gemeinderat funktionieren, dann habe ich den Bürgermeister in die Schule eingeladen. Wenn er von der CDU war, habe ich auch den Fraktionsvorsitzenden der SPD eingeladen. Ich habe immer versucht, einen Ausgleich zu schaffen, sodass niemals der Eindruck entstanden ist, der Lehrer ist auf dieser oder jener Seite. Gegenüber meinen Parteifreunden habe ich mich wehren müssen und habe denen gesagt: Wenn die Leute wissen, dass ein Lehrer zum Beispiel in der CDU ist, dann fällt das positiv auf die CDU zurück, wenn er ein guter Lehrer ist, nicht wenn er CDU-Propaganda macht. Zu mir kommen massiv Klagen, dass in den Schulen indoktriniert wird, dass also bestimmte Weltanschauungen vorangetrieben werden. Selbstverständlich werde ich immer gebeten - das ist etwas, was mir nicht gefällt -, dass ich keine Namen nennen soll, sonst würden die Kinder unter Umständen benachteiligt werden. Als Lehrer habe ich das Problem immer gekannt. Deshalb werde ich natürlich keine Namen nennen. Ich will hier eigentlich nur diese öffentliche Möglichkeit des Parlaments und die Verantwortlichkeit der Parlamentarier dazu nutzen, einen Appell an die Regierung zu richten, dass man dafür sorgt, dass diese Dinge in unseren Schulen nicht passieren. (Abg. Wagner (CDU): Welche Dinge?) Dass Kinder indoktriniert werden. (Zuruf von der SPD.) Dass die Kinder indoktriniert werden. Herr Kollege, das ist doch einfach, oder? (Weitere Zurufe.) Ich denke schon, dass man mich versteht.

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