Friedrich Josef Dörr
Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Saarländerinnen und Saarländer! Ich habe etwas über 1 Minute Redezeit. Das reicht mir aber. Ich möchte auf das, was die Frau Ministerpräsidentin eben gesagt hat, kurz erwidern. Zuerst einmal freut es mich, dass sie festgestellt hat, dass wir in der Infrastruktur einiges zu tun haben und dass sie versprochen hat, das auch zu machen. Da wird sie auch unsere Unterstützung haben. Was die anderen beiden Dinge, Verbrennermotor und grüner Stahl, betrifft, kneifen wir nicht. Wir haben da eine ganz klare Meinung. Es war ein großer Fehler, ein Datum, nämlich 2035, für das Verbrenner-Verbot einzuführen, weil man den Elektromotor fördern (Abg. Dörr (AfD)) will. Wenn der wirklich besser ist, wird er sich am Markt sowieso durchsetzen, da braucht man nicht mit Verboten zu hantieren. Das ist unsere Meinung. Jetzt wird es doch auf etwas Ähnliches hinauslaufen, aber unsere Autoindustrie ist geschädigt. Der andere Punkt betrifft den grünen Stahl. Ich komme aus Quierschied. Wir haben dort den sogenannten Weißen Riesen stehen. Das ist ein riesiger Förderturm, der ein paar hundert Millionen Euro gekostet und keine einzige Tonne Kohle gefördert hat. Er steht aber als Zeichen dafür, wie man an der Wirklichkeit vorbeiplanen kann. Es muss erlaubt sein, beim grünen Stahl dieselbe Frage zu stellen. Wenn sehr viel Geld investiert wird, um einen Stahl zu produzieren, der am Schluss circa 25 Prozent über dem Preis des Welthandels liegt, dann muss man schon die Frage stellen dürfen: Sollten wir das machen oder versuchen wir, wie andere auch, auf konventionelle Art und Weise mit den technisch möglichen Fortschritten weiterzuproduzieren? Die Frage muss zumindest gestellt werden können. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
